Arbeitnehmervertreter schließen sich zusammen: Wählerinitiative will Gudrun Hock ins Amt helfen
zuletzt aktualisiert: 20.08.2004 - 17:15Man sei mehrfach auf die Kommunalwahlen angesprochen worden, so Peter Birk, Miturheber der alten und Sprecher neuen Initiative. „Wir standen sogar schon im Verdacht, mit einer eigenen Liste ins Wahlrennen zu gehen“. Nach Gesprächen mit Gudrun Hock über eine „andere Politik“ sei die Idee zu der Dachinitiative entstanden.
Mittlerweile haben sich Arbeitnehmervertreter der städtischen Töchter, aus Handwerk und metallverarbeitender Industrie, die Gewerbeförderung Bilk sowie die Initiative gegen die Stadtautobahn L 404 angeschlossen. Parteiübergreifend wolle man sein, schließlich seien auch CDU-Mitglieder dabei, so Birk. Keinesfalls wolle die Initiative einen Wahlaufruf für die SPD starten, sondern lediglich für Gudrun Hock als künftige Oberbürgermeisterin.
An die Kandidatin glaubt man in der Initiative fest. Wie im Fall der Düsseldorf Arkaden. Während die SPD das Großprojekt befürwortet, ist Gudrun Hock dessen erklärte Gegnerin. Damit aber Hoffnungsträgerin für Sabine Nieder von der Gewerbeförderung Bilk, die sich von Hock Unterstützung im Kampf gegen den „überdimensionierten Bau“ erhofft, um „gewachsene Strukturen“ zu erhalten.
Für Jürgen Berger, Arbeitnehmervertreter der städtischen Töchter, sind Hocks Versprechen, weitere Privatisierungen zu verhindern, Arbeitsplätze zu sichern und die „Jobmaschine Flughafen“ zu fördern, Anreiz gewesen, die Initiative zu unterstützen. Mustafa Sahin, Arbeitnehmervertreter von Thyssen Krupp Nirosta, erhofft sich eine stärkere Förderung der Industriebetriebe. Denn Düsseldorf sei auf dem Weg zur reinen Mode- und Dienstleistungsstadt, in der „Blaumänner“ keinen Platz mehr hätten, meint er.
Erste praktische Pläne hat die Initiative für Gudrun Hock bereits. Am 26. August diskutiert der Gewerbeförderverein mit Gudrun Hock über die Düsseldorf Arkaden. Richtig loslegen will man nach den Sommerferien. Ab dem 6. September sind Infostände in allen Stadtteilen geplant. Finanziert werden soll das ganze über Spenden. An den Erfolg der Initiative glaubt Sprecher Peter Birk fest. Schließlich habe man beim Bürgerentscheid vor drei Jahren am Ende mehr als 109.000 Menschen an die Urnen gelockt.
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