Bildungsstreik: Was die Studenten jetzt planen
VON INGA METHLING - zuletzt aktualisiert: 08.12.2009 - 14:34In den letzten Tagen ist es ruhiger geworden um die Studentenproteste. Der Hörsaal 3D ist geräumt, das Interesse der Studierenden an geplanten Aktionen nimmt ab. Trotzdem versprechen die Streikenden auf ihrer Internetseite: „Wir sind noch lange nicht tot.“
Obwohl sich mit der Zeit immer weniger Studenten für die geplanten Aktionen begeistern können, gibt der Kern der Streikenden noch lange nicht auf. Als nächstes steht eine gemeinsame Fahrt der Düsseldorfer Studenten zur Kultusministerkonferenz nach Bonn am 10. Dezember auf dem Programm. „Wir hoffen auf mindestens 100 Teilnehmer“, sagte Informatikstudent Carlos Cota Castro unserer Redaktion.
Auf Plakaten werben die Streikenden außerdem für zwei Seminare, die am Mittwoch zum Thema „Das Humboldsche Bildungsideal“ und über „Kritische Theorie / Philosophie“ von zwei Professoren im Hörsaal 3D gehalten werden.
Studenten "rollen" Forderungen bis zum Landtag
Unter dem Motto „Immer sind die anderen schuld“ planen die Streikenden für den 16. Dezember einen Protestmarsch zum Landtag. In Form einer sogenannten „Bildungsstreik-Kugel“ wollen sie verdeutlichen, dass Hochschulen und Politiker die Schuldzuweisungen stets von sich weisen.
Jetzt wollen die Studenten ihre Forderungen durch die Stadt „rollen“ und dem Landtag symbolisch übergeben. Wie viele Studierende am Protestmarsch nächste Woche teilnehmen sei unklar, erklärte der 27-jährige Cota Castro am Dienstag.
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