Bürger sind empört: Weg mit dem Hunde-Dreck
VON HANS ONKELBACH - zuletzt aktualisiert: 06.12.2007 - 08:14Düsseldorf (RPO). Immer mehr Bürger sind empört über Hundehalter, die es zulassen, dass ihre Vierbeiner die Gehwege verschmutzen. Heute ist das Thema im Beschwerdeausschuss. Dessen Vorsitzende Monika Lehmhaus (FDP): „Geldstrafe erhöhen!“
An der Cantadorstraße zu wohnen, hat viele Vorteile: ein ruhiges Viertel, direkt am Wehrhahn, also sehr zentral. Allerdings wenig Grün. Nun die Nachteile: die Hundehalter dieser und der benachbarten Straßen sind oft zu bequem, das wegzuräumen, was so ein Hund beim „Gassi-gehen“ täglich erledigen muss. Alice Schumacher-Hatzfeld wohnt an der Cantadorstraße, sie beobachtet und erleidet das schon länger. Nun ist ihre Geduld am Ende, und ihre geharnischte E-mail an den Beschwerdeausschuss wird dafür sorgen, dass sich die Stadt nochmals mit dem Thema beschäftigen muss.
Für Michael Zimmermann, stellvertretender Leiter des Ordnungsamtes, ist dieser Ärger alltägliches Geschäft. „Mehrmals die Woche bekommen wir Briefe von Bürgern, die sich über Hundekot auf Bürgersteigen oder Baumscheiben ärgern. Die vielen Telefonanrufe, die hier eingehen zu diesem Thema, kommen noch hinzu.“ Diesen Hinweisen der Bürger gehe man grundsätzlich nach und ordne meist eine Sonderreinigung der betreffenden Plätze an.
Der Ordnungs- und Servicedienst (OSD), der in der gesamten Stadt die Einhaltung der Straßensatzung überwacht, geht allerdings nicht gezielt gegen Hundehalter vor. Denen auf die Finger zu schauen, ist nur eine von vielen Aufgaben des OSD. Wenn einer ertappt wird, der seinen Hund auf dem Gehweg oder in Parks sein Geschäft erledigen lässt und das nicht sofort beseitigt, bekommt ein 75-Euro-Knöllchen.
Das ist im laufenden Jahr bisher 60 mal passiert, sagt Zimmermann. Der Verwaltungsfachmann weiß freilich auch, dass allein schon die Anwesenheit der OSD-Mitarbeiter reicht, um Hundehalter an ihre Pflichten zu erinnern. Zimmermann: „Die Uniform wirkt!“ Was er damit sagen will: Sind keine OSD-Leute in der Nähe, dann wird die Hinterlassenschaft des Hundes gern übersehen.
Um die Beseitigung des Kots zu erleichtern, hat das Umweltamt übers gesamte Stadtgebiet verteilt Tütenspender oder Robidogs angebracht - insgesamt 121 Stück. (Liste mit Standorten unter www.duesseldorf.de/umweltamt/download/abfall/robidogs.pdf ). Laut Steueramt sind in Düsseldorf übrigens 16000 Hunde registriert. Allein sie hinterlassen täglich mehr als eine Tonne Kot, die nicht gemeldeten Hunde nicht mitgerechnet.
Die Vorsitzende des Beschwerdeausschusses, Monika Lehmhaus (FDP), kritisiert, dass die Tütenspender häufig leer seien. Sie zu füllen müsse besser organisiert werden. Außerdem schlägt sie vor, das Bußgeld für Hundehalter deutlich zu erhöhen. Lehmhaus: „Nur eine höhere Strafe würde wirken!“
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