Baustellen in der Stadt: Wege aus dem Vorweihnachts-Stau
VON CHRISTIAN HERRENDORF - zuletzt aktualisiert: 30.11.2010 - 07:50Düsseldorf (RPO). Dem ersten Ansturm von Besuchern in der Adventszeit waren die Straßen der Innenstadt nicht gewachsen. An einigen Stellen standen die Autos so dicht, dass die Polizei eingreifen musste. Die Beamten fürchten weitere Staus bis Weihnachten und verweisen auf Ausweichmöglichkeiten.
Die Düsseldorfer Polizei wird die Straßen zwischen Königsallee und Altstadt bis zum 24. Dezember genau beobachten. Im Zweifel werden die Beamten wie am vergangenen Samstag Abbiegemöglichkeiten oder Fahrspuren sperren, um den totalen Stillstand in der City zu verhindern. "Wir müssen damit vor allem an den Wochenenden rechnen, aber der Besucheransturm kann auch an Wochentagen zu groß werden", sagte Polizeisprecher Andre Hartwich gestern auf Anfrage der Rheinischen Post.
Die Staus folgten auf die guten Noten des ADAC für die Baustellen in der Landeshauptstadt. Die Experten des Automobilverbands hatten dem Amt für Verkehrsmanagement bescheinigt, seine Baustellen gut zu markieren und den Verkehr gut hindurch zu führen. Dass dennoch zu wenig Platz für diejenigen bleibt, die den Weihnachtsmarkt besuchen oder Geschenke kaufen wollen, war beim Test noch nicht abzusehen.
Kö-Bogen I Die zwei Gebäude nach dem Entwurf von Architekt Daniel Libeskind sollen im Herbst 2013 am Hofgarten eröffnet werden.
Wehrhahn-Linie Die neue U-Bahn-Strecke zwischen den S-Bahnhöfen in Bilk und am Wehrhahn soll im Herbst 2014 fertiggestellt werden.
Rückstaus bis zur Berliner Allee
Als Schlüsselstellen für die Staus haben sich die Interimsstraße und die Theodor-Körner-Straße erwiesen. Die Theodor-Körner-Straße führt wegen der Bauarbeiten für die Wehrhahn-Linie derzeit nur einspurig zur Königsallee. Deshalb können pro Grünphase nur wenige Autos die Heinrich-Heine-Allee nach links verlassen. Folglich staut es sich schnell zurück bis zur Mühlen- oder Ratinger Straße. Damit geraten diese Autos in Konflikt mit den Wagen, die von der Interimsstraße nach links auf die Heinrich-Heine-Allee abbiegen. Können aber nur wenige Autos die Interrimsstraße verlassen, so reicht der Rückstau schnell bis zum südlichen Ende der Königsallee, bis zur Hofgartenstraße und bis zur Berliner Allee, wo wegen der Bauarbeiten für Kö-Bogen und Wehrhahn-Linie ebenfalls weniger Fahrspuren übriggeblieben sind. Dies hat die Polizei am Wochenende dadurch entschärft, dass sie das Linksabbiegen von der Interimsstraße untersagt hat.
Das Düsseldorfer Amt für Verkehrsmanagement empfiehlt drei Wege, die genannten Problemstellen zu umfahren:
1. (Grafik rot) Besucher, die aus dem Norden in die Stadt kommen, können vor der Interimsstraße rechts in die Maximilian-Weyhe-Allee abbiegen und dann links in die Heinrich-Heine-Allee fahren.
2. (grün) Sollten vor dieser Möglichkeit bereits Staus auf der Kaiser- oder Fischerstraße existieren, können Besucher aus dem Norden vom Kennedydamm aus die Strecke über die Homberger Straße und die Cecilienallee zur Fritz-Roeber-Straße nehmen.
3. (gelb) Autofahrer, die aus dem Süden über die Berliner Allee ins Zentrum wollen, sollten an der Steinstraße links abbiegen, anschließend rechts in die Breite Straße und von dort weiter geradeaus auf die Heinrich-Heine-Allee fahren. Die Polizei rät zweierlei gegen die Staus. Sie empfiehlt, mit Bus und Bahn in die Innenstadt zu fahren, und sie gibt den Hinweis, dass der größte Andrang zur Mittagszeit herrschte und Warten bis zum Nachmittag lohnen kann.
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