City-Magnet zieht es nach Flingern: Wehrhahn ohne Saturn?
VON UWE REIMANN - zuletzt aktualisiert: 14.08.2008 - 08:30Düsseldorf (RPO). Der Elektronikriese denkt über den Abschied vom Wehrhahn nach. Das Ex-Oronto-Gelände in Flingern lockt. Ein City-Magnet ginge. Die Wehrhahnlinie-Bauarbeiten und neue Einkaufszentren machen es nicht leichter.
Die Schadowstraße hinauf bis zum Wehrhahn leidet in diesen Monaten unter Bauarbeiten, Lärm und schmutz. Noch bis 2014 dauern die Arbeiten für die Wehrhahnlinie. Zu lang für den Elektronikriesen Saturn? Nach 15 Jahren an der Ecke zur Schadowstraße verhandeln die Konzern-Oberen nach RP-Informationen über die Zukunft des Standorts.
Bislang erstreckt sich Saturn über die komplette oberste Etage des Kaufhof am Wehrhahn. Der Geschäftsführer von Saturn Düsseldorf, Dirk Henckel, möchte dazu keine Aussage machen, verweist aber auf die grundsätzliche Situation: „Es wird dazu Gespräche geben, an denen ich nicht beteiligt bin“, sagt er. Noch habe Saturn einen Mietvertrag, „der aber erst in ein paar Jahren ausläuft“.
Das Umfeld mag über den möglichen Saturn-Wechsel gar nicht reden. Frank Tüting, Kaufhof-Chef und Vorsitzender des City-Rings, gibt keinen Kommentar ab und schweigt. So sehr die Bauarbeiten für die Wehrhahnlinie eine Belastung sind, so sehr wollen die Warenhäuser wie Kaufhof ihre Kunden halten. Einig sind sich alle: Ist die Wehrhahnlinie 2014 fertig, profitieren alle.
Dirk Henckel will die Bauarbeiten aber keinesfalls als alleinigen Punkt gelten lassen, der die Entscheidung für oder gegen den Standort entscheide. Doch er sagt grundsätzlich: „Das Ex-Oronto-Gelände ist sehr interessant und bietet viel Interessantes.“ So gebe es genau an der Ecke des Areals einen U-Bahnausgang. Die Nähe des neuen Gerichtszentrums lasse zudem große Käuferströme erahnen.
Verlässt Saturn den Wehrhahn, hat das dann Auswirkungen auf die City Magneten Warenhäuser, die mit ihrem Vollsortiment locken? Der Geschäftsführer des Einzelhandelsverbandes, Peter Achten, glaubt es nicht. Natürlich prüften die Konzerne ihre Standorte in kleineren Städten, doch das gelte nicht für Düsseldorf.
Fakt ist aber auch: Die bevorstehende Eröffnung der Arcaden in Bilk und das neue Einkaufscenter in Neuss-Süd erwüchsen als Konkurrenz. Und Achten warnt: „Kaufkraft ist nur begrenzt vermehrbar.“
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