Theodor-Heuss-Brücke: Weitere Staus drohen
VON CHRISTIAN HERRENDORF - zuletzt aktualisiert: 18.09.2009 - 20:06Düsseldorf (RPO). Die Bauarbeiten auf der Theodor-Heuss-Brücke verursachten Freitag lange Staus in der Landeshauptstadt. Damit sich das Chaos am Montag nicht wiederholt, darf es am Wochenende nicht regnen.
In der Landeshauptstadt sind zu viele ortskundige Autofahrer unterwegs. Zu viele Pendler vertrauten Freitag auf ihre genauen Kenntnisse der linksrheinischen Stadtteile Düsseldorfs und verursachten dadurch ähnliche Staus wie am Vortag. Wegen der stadteinwärts gesperrten Theodor-Heuss-Brücke waren am Morgen und am Vormittag die Luegallee, die Ringe, die Oberkasseler Brücke sowie die Zufahrt zum Rheinufertunnel völlig überfüllt.
Eine Wiederholung des Chaos droht am Montag, wenn das Wetter nicht hält. Um den neuen Fahrbahnbelag auftragen zu können, benötigen die Bauarbeiter trockenes und einigermaßen warmes Wetter. Für Samstagnachmittag und Sonntag sind Schauer prognostiziert. Der zeitliche Puffer des Amts für Verkehrsmanagement betrage rund zehn Stunden, erklärte Freitag dessen stellvertretender Leiter Roland Hahn. Bleibt es trocken, könnten die Asphalt-Arbeiten bis Sonntagnachmittag abgeschlossen werden, bis zum nächsten Morgen um 5 Uhr folgen nach dem jetzigen Plan Aufräumen und Fahrbahnmarkierung. Dies ließe sich im Zweifel auch später mit einspurigen Sperrungen nachholen.
Entwicklung Das Amt für Verkehrsmanagement und die Ruhruni Bochum haben einen lärmoptimierten Asphalt entwickelt, der den empfundenen Lärm um 50 bis 75 Prozent reduziert.
Interessenten Städte wie Dresden, Hamburg, Karlsruhe und München haben die Düsseldorfer zu Vorträgen eingeladen.
Bauarbeiten und Sperrung haben am Donnerstagmittag begonnen. Das Düsseldorfer Amt für Verkehrsmanagement erneuert die Fahrbahn am rechtsrheinischen Ende der Theodor-Heuss-Brücke. Die Rampe der Brücke, die Johann- und die Uerdinger Straße erhalten in Fahrtrichtung Mörsenbroicher Ei den neuen Düsseldorfer Flüsterasphalt, den „LOA 5” (siehe Infokasten). Dies hatte bereits am Donnerstagnachmittag für Verkehrschaos im linksrheinischen Düsseldorf sowie auf der Rheinknie- und der Oberkasseler Brücke gesorgt.
Zusätzliche Probleme entstanden Freitag auf der Südbrücke. Dort führt die Rheinbahn seit gut drei Monaten Vermessungs- und Gleisbauarbeiten durch und sperrt dafür immer wieder einzelne Fahrspuren - vorwiegend nachts, bedarfsweise auch außerhalb der Hauptverkehrszeiten tagsüber.Eben dies geschah auch Freitag ab 11 Uhr. „Wir sind über die Sperrung der Theodor-Heuss-Brücke nicht informiert worden“, erklärte Rheinbahn-Sprecher Eckhardt Lander auf Anfrage unserer Redaktion. Das Amt für Verkehrsmanagement holte die Absprache schnell nach. Am frühen Nachmittag bauten die Rheinbahner dann ihre Sperrung ab.
So wie an der Südbrücke versuchten Roland Hahn und seine Mitarbeiter an vielen Stellen der Stadt, positiven Einfluss auf die Staus zu nehmen. Vor der Kunstakademie und dem Rheinufertunnel veränderten sie die Ampelschaltung, damit mehr Autofahrer pro Grünphase von der Oberkasseler Brücke abfahren konnten. Danach reichte der Stau immerhin nur noch bis zum Anfang der Luegallee.
Rheinufertunnel gesperrt
Am Samstag wird von 22 Uhr bis Sonntag 12 Uhr der Rheinufertunnel stadteinwärts zwischen Eisenbahnbrücke und Ausfahrt Ernst-Gnoß-Straße sowie stadtauswärts ab Ausfahrt Medienhafen gesperrt, weil die Fußgängerbrücke über der Völklinger Straße abgerissen wird. Umleitungen sind ausgeschildert.
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