Dennoch Grenzwert-Überschreitungen: Weniger Feinstaub in Düsseldorfs Luft
VON MICHAEL BROCKERHOFF - zuletzt aktualisiert: 02.03.2007 - 08:01Düsseldorf (RPO). Die Luftreinhaltepläne für Düsseldorf zeigen Wirkung. Die Konzentration von Feinstaub hat merklich nachgelassen: „Im Jahr 2002 rangierte Düsseldorf auf der Liste der Städte mit der schmutzigsten Luft auf Rang zwei, inzwischen ist es auf Platz 22 zurückgefallen“, sagte Umweltamtsleiter Werner Görtz im Ausschuss für Umweltschutz.
Die Erfolge schreibe das Landesumweltamt auch der Sperrung der Corneliusstraße für Lkw, besseren Ampelschaltungen und Vermeidung von Staus zu, berichtete Görtz.
Messbar sei das auch an den Überschreitungen der Grenzwerten. Wurde der erlaubte Höchstwert für Feinstaub-Konzentrationen im Jahr 2003 an 81 Tagen überschritten, waren es 2005 nur 62. Im zurückliegenden Jahr liege die Zahl wahrscheinlich unter 60. Trotz der Erfolge bleibt - so Görtz - aber noch viel zu tun. Denn erlaubt sind nur 35 Überschreitungen.
„Deshalb wird in Düsseldorf auch eine Umweltzone eingerichtet“, sagte Görtz. Das sei nach Inkrafttreten der Schadstoffverordnung möglich. Denn seit 1. März werden beim Straßenverkehrsamt, bei TÜV, Dekra und autorisierten Werkstätten Plaketten ausgegeben, die die Schadstoffklasse eines Autos angeben. Allerdings werde die Umweltzone frühestens 2008, möglicherweise erst 2009 eingerichtet. „Es muss erst geklärt sein, dass auch ältere Pkw mit Benzinmotoren und Katalysator die Plakette bekommen“, erklärte Görtz.
Probleme in Düsseldorf machen auch die schädlichen Stickoxide. Ihre Konzentration steigt an, liegt über dem zulässigen Grenzwert. „Das ist allerdings untypisch, das Landesumweltamt forscht noch nach den Gründen“, sagte Görtz.
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