Statistik: Weniger Hochzeiten und weniger Scheidungen
zuletzt aktualisiert: 02.02.2009 - 08:39Düsseldorf (RPO). Der Mai hat als Wonnemonat ausgedient: Die meisten Düsseldorfer Ehen – nämlich 460 – sind im vergangenen Jahr im Dezember geschlossen worden. Damit setzt sich in der Landeshauptstadt ein Trend fort, der sich seit Jahren abgezeichnet hat und 2007 zum ersten Mal den Mai von Platz 1 der Brautpaar-Terminkalender verdrängt hat.
Allerdings gilt wohl auch für 2008, was schon im Jahr zuvor deutlich wurde: Ob Dezember oder Mai – es wird weniger geheiratet. Vergleicht man mit 1992, dann sind es ein Viertel weniger Hochzeiten, die im Standesamt gefeiert wurden. Vielleicht, weil die Düsseldorfer länger überlegen, wem sie ihr Ja-Wort geben.
Brautleute werden älter
Denn das durchschnittliche Heiratsalter, so steht's in der amtlichen Düsseldorfer Statistik, die jetzt für 2007 erschien, ist deutlich gestiegen: Der durchschnittliche Bräutigam ist demnach 34,6 und die durchschnittliche Braut 31,9 Jahre alt. Vor 15 Jahren dagegen heirateten überwiegend 30-jährige Männer 28-jährige Frauen.
Die Statistik lässt sogar den Schluss zu, dass die vergleichsweise späten Brautleute die glücklicheren sind – auch die Scheidungsrate ist nämlich kontinuierlich zurück gegangen. 15 Prozent weniger Paare als noch 2005 gingen zum Scheidungsrichter, weit über die Hälfte davon kinderlos.
Die meisten dieser Paare hatten es nicht einmal zehn Jahre miteinander ausgehalten – fünf bis neun Jahre dauerte die durchschnittliche Ehe. Die Düsseldorfer Zahlen geben übrigens Marilyn Monroe im Hollywood-Klassiker "Das verflixte siebte Jahr" recht: Die meisten Ehen scheiterten tatsächlich genau dann.
Für Paare, die den kritischen siebten Hochzeitstag gut überstanden haben, gibt das Amt für Wahlen und Statistik aber keineswegs Entwarnung. Immerhin zehn Prozent der Scheidungen wurden 2007 nach der Silberhochzeit ausgesprochen.
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