Rockmusiker kommt in die LTU arena: Westernhagen war nie richtig weg
zuletzt aktualisiert: 27.09.2005 - 11:59Dortmund/Düsseldorf (dto). 1999 trat Marius Müller-Westernhagen an zwei Tagen hintereinander im ausverkauften Rheinstadion auf und beendete damit zunächst seine Bühnenlaufbahn. Sechs Jahre später, geht der Rockmusiker wieder auf Tournee und kehrt im Dezember in seine Heimatstadt zurück, um die LTU arena mit seinen Hits zu begeistern. Was die Düsseldorfer von "ihrem" Star erwarten können, erlebten am Montagabend 13.000 Zuschauer in der Dortmunder Westfalenhalle mit.
Als die ersten Töne in Dormund erklangen, war es so, als wäre Marius Müller-Westernhagen nie weg gewesen. Auf seiner Deutschland-Tour rockte der Düsseldorfer vor rund 13.000 Fans in der ausverkauften Halle Westfalenhalle, wo er seine erste Station in NRW hatte. Am 2. Dezember kommt Westernhagen in die LTU arena nach Düsseldorf.
Für den größten deutschen Rockstar der 90er Jahre waren die Grenzen dessen, was in Fußballstadien künstlerisch machbar war, erreicht. Jetzt tourt er durch die Hallen. Seinen Fans ist es egal: Ob im Stadion oder in der Halle - bei den Klassikern wird mitgegrölt, die neuen Stücke werden ruhiger angenommen.
Wofür ihn seine Fans lieben - und das seit Jahren - weiß Westernhagen natürlich. Und so verspricht er, die alten Stücke zu spielen und wirbt gleichzeitig, den neuen Stücken doch eine Chance zu geben. So viel Einsatz kam auch am Montagabend an: Die Anhänger applaudierten dem hageren 56-Jährigen im dunklen Anzug wohlwollend. Niemand wollte den Meister verärgern. Denn wenn der erst mal die alten Lieder sang, gab es kein Halten mehr. Schließlich stammen einige der größten deutschen Rocksongs aus der Feder Westernhagens.
Zugleich schlug er mit "Eins" und "Kein Gefühl" ruhigere Töne an, gab sich, wie er sich am liebsten sieht: als Rock-Poeten. Dabei ist Westernhagen am besten, wenn die Stimme kratzt, als Rock-Shouter. So wollten ihn Tausende sehen, die knapp 70 Euro pro Karte bezahlt hatten.
Bei Songs wie "Pfefferminz" und "Dicke", "Mit 18" und "Sexy" war dann auch alles so wie früher. Obwohl - nicht ganz. Etwas sei anders, sagte Westernhagen. Die ganzen Feuerzeuge, die seine Fans immer zu den Songs schwenkten, fehlten. "Bis mir jemand sagte, die rauchen alle nicht mehr." Der fehlenden Illumination zum Trotz. Westernhagen lieferte eine gute, über zweistündige Show ab, sang sich zurück in die Herzen der Anhänger. Und auch die neuen Stücke wirkten live um einiges besser als auf CD.
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