Düsseldorf: WestLB spart am Weihnachtskonzert
VON HANS ONKELBACH - zuletzt aktualisiert: 29.11.2008 - 10:37Düsseldorf (RPO). Wenn die WestLB morgen Kunden in die Tonhalle zum traditionellen Weihnachtskonzert einlädt, dann werden die rund 1500 Gäste dort eine Veranstaltung erleben, die längst nicht so üppig abläuft wie in vergangenen Jahren. Angesichts der aktuellen Zahlen und der Finanzprobleme der jüngsten Zeit ist die Bank auf Sparkurs.
Obwohl es unter den Mitarbeitern erhebliche Irritationen gibt – überall wird gespart, aber das Weihnachtskonzert findet dennoch statt –, kommt für die Bank eine Absage des Konzertes nicht in Frage. WestLB-Sprecher Armin Kloos: „Es handelt sich um eine reine Kundenveranstaltung, mit der wir auch ein Zeichen setzen und uns bedanken wollen. Schließlich sind wir ja noch am Markt.“
Finanzminister Helmut Linssen wird die Landesregierung vertreten und eine Ansprache halten. Bevor sich die Gäste in der Rotunde der Tonhalle zum Essen (diesmal nicht von einem Luxus-Caterer, sondern von den hauseigenen WestLB-Köchen) treffen, wird es eine Darbietung des von Justus Frantz gegründeten Orchesters Philharmonie der Nationen geben. Der Dirigent ist John Storgards.
Abgesehen von dieser Veranstaltung wird es dieses Jahr innerhalb der WestLB keine Weihnachtsfeiern geben. In einem Rundschreiben an alle Mitarbeiter hat die Geschäftsleitung diesen Sparkurs erklärt und bittet um Verständnis. Allerdings wird pro Mitarbeiter eine „Prämie“ von 35 Euro gezahlt, damit man kleine Feierstunden umsetzen kann.
Die Bank arbeitet weiter am Personalabbau. In externen Seminaren bietet man Mitarbeitern an, sich vor allem auf Neu-Bewerbungen und Bewerbungsgespräche vorzubereiten. Wer seinen Job sehr schnell kündigt und das Haus verlässt, bekommt – zusätzlich zur möglicherweise ohnehin fälligen Abfindung – noch eine zusätzliche Sonderzahlung, die hausintern „Speed“-Zahlung genannt wird (Speed = englisch für Geschwindigkeit).
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