Umweltbericht 2009: Wie der Klimawandel NRW verändert
zuletzt aktualisiert: 30.11.2009 - 13:38Der Klimawandel macht auch vor Nordrhein-Westfalen nicht halt. Im aktuellen Umweltbericht 2009 beschäftigt sich das Umweltministerium mit den zu erwartenden Folgen für Natur und Landwirtschaft.
Experten rechnen damit, dass die Temperatur in NRW im Zeitraum 2031 bis 2060 um etwa 1,9 Grad höher sein wird als im Referenzzeitraum zwischen 1961 und 1990. Diese Steigerung wird besonders in der Landwirtschaft zahlreiche Änderungen mit sich bringen.
Es kann generell zu einer Verschiebung der Anbauzonen in Folge der neuen klimatischen Bedingungen kommen. Betriebe in Regionen, in denen die Böden geringe Wasserspeicherkapazitäten haben, müssen mit Ertragseinbußen rechnen.
Für die meisten Gebiete Nordrhein-Westfalens wird sich die Temperaturerhöhung laut Umweltbericht allerdings positiv auswirken. Denn normalerweise wird die Wasserverfügbarkeit weiterhin ausreichend sein, die längere Vegetationsperiode lässt dann wohl sogar eine Ertragssteigerung zu.
Die Wälder des Landes werden indes auf eine harte Probe gestellt. Bedingt durch den Klimawandel wird in Teilen des Südbergerlands, des Weserberglands, des Niederrheins und des Westfälischen Tieflands mit einer Zunahme der Orkanhäufigkeit gerechnet. Für die Bäume bedeutet das eine steigende Gefahr, geschädigt zu werden.
Auch die Tierwelt ist von den bevorstehenden Veränderungen betroffen. Zwar ist nicht exakt abzusehen, wie sich der Wandel auf die biologische Vielfalt auswirken können. Tendenziell ist jedoch mit einem Rückgang der Kälte oder Feuchtigkeit liebenden Arten und einer Ausbreitung der Wärme liebenden zu rechnen.
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