Jenny Jürgens (r.) muss an Silvester nicht auf die Bühne. Die Schauspielerin hat Besuch von ihrem Vater Udo Jürgens, verbringt mit ihm und ihrem Mann Thomas Druyen die letzte Nacht des Jahres in einem privaten Kreis. „Am Neujahrstag sind wir dann selig, nur zu dritt zu sein. Für Vorsätze bin ich nicht der Typ, die werden spätestens im Februar über den Haufen geworfen. Ich möchte so glücklich und zufrieden bleiben wie jetzt, mein toller Mann ist das größte Geschenk meines Lebens. Käme allerdings eine gute Fee vorbei, würde ich mir ein paar schöne Fernsehprojekte wünschen.“
Auch Gastronomin Kerstin Schwan berichtet von einem erfüllten Wunsch: „Mein Bruder Axel ist seit Juli 2008 mein Geschäftspartner.“ Die Geschwister starten im Olive’s mit einer Mischung aus Arbeit und Vergnügen ins neue Jahr. „Wir haben für unsere Gäste ein großes Büfett aufgebaut. Ab 22 Uhr geht das Dinner in eine Party über, zu der nach Mitternacht bestimmt wieder Passanten stoßen.“ Ihre Erwartungen: „Außer Gesundheit - dass wir einen schönen Standort für ein neues Schwan’s finden.“
Hanne von Schaumann-Werder verbringt mit ihrem Mann den Jahreswechsel in Hamburg bei ihrer 91-jährigen Mutter. „Für 2009 wünsche ich mir als scheidende Deutschland-Präsidentin von Soroptimist International, dass mein Programm eines frühmusikalischen Kindergartens nach Daniel Barenboim weiter unterstützt und gefördert wird.“
Einen gemütlichen Silvesterabend mit seiner Frau wird Axel Pollheim (Organisator unter anderem des Ständehaus-Treffs) im heimischen Lörick verleben („falls nicht doch noch jemand mit einer zündenden Idee vorbeikommt“). Seine Vorsätze: „Ein paar Gramm abnehmen, ein bisschen mehr Sport treiben und mein Handicap noch etwas verbessern.“
Christiane Oxenfort begrüßt das neue jahr zu Hause mit Freunden bei Fondue und Wein: „Ich wünsche mir, dass gute, positive Stimmung ansteckender ist als schlechte, dass Hoffnung, Vertrauen und ein friedfertiges Miteinander stärker sind als Misstrauen, Zweifel, Kampf und Neid. Da mache ich mit!“ Ihre Schwester Barbara Oxenfort feiert in froher Runde auf der Insel Sylt (und könnte dort die Familie von Bürgermeister Friedrich G. Conzen treffen).
Ein schönes Feuerwerk gönnt sich Ute Heierz-Krings, „aber nur von ganz fern. Ich habe fürchterliche Angst, wenn es knallt“, gibt die Venetia zu. Ansonsten lässt sie sich bei Freunden in Niederkassel bekochen und versucht, noch schnell ein wenig vorzuschlafen, bevor die närrischen Pflichten auf sie einprasseln.
Ihr Prinz feiert ebenfalls im Düsseldorfer Freundeskreis. „Weit weg vom Trubel“, erzählt Lothar Hörning. „Ich genieße die letzte freie Zeit mit meinem Freund, ab Januar werden wir uns selten sehen.“ Außer einer prima Session hegt er ans neue Jahr keine großen Erwartungen. „2008 war mein sehnlichster Wunsch, Prinz zu sein. Er wurde wahr, deshalb bin ich jetzt wunschlos glücklich.“
Cyrus Heydarian begeht mit Gästen und Mitarbeitern das erste Silvester im neuen Breidenbacher Hof. 2009 will er „gesund und optimistisch bleiben und mehr Verbindungen zu Menschen aufbauen.“
Gabriele Henkel genießt die weiße Pracht in Tirol. Ihre Wünsche: „Dies ist nicht der Moment, originell zu sein - Gesundheit, Liebe und Frieden. Meine Vorsätze: schreiben, lesen, neugierig bleiben.“
René Heinersdorff, ist bei seinem „Theater an der Kö“ beim „Gigi“-Ensemble. „Meine Vorsätze gehen in Richtung Umwelt“, sagt er. „Nachdem die Regierung sich mit ungeheurem Aufwand für die Rettung der Finanzsysteme einsetzt und die Umwelt zur Disposition stellt, nehme ich mir vor, in vielen Kleinigkeiten - Wasserverbrauch, Fortbewegung, Müllverwertung, Materialaufwand - sorgsam und vorsichtig zu agieren.“
Kunsthalle-Chefin Ulrike Groos feiert mit Freunden und Kollegen in Antwerpen, ganz ohne guten Vorsatz: „Früher habe ich mir oft etwas gewünscht oder vorgenommen. Meistens kam es anders, durchaus überraschend und positiv. Also lasse ich alles auf mich zukommen.“
„Ich bin Gastgeber im Steigenberger Parkhotel“, sagt Henning Thomas Graf von Schwerin. „Gern setze ich diese schöne Tradition meiner Vorgänger fort. Meine Familie ist natürlich dabei. Wir feiern in unserem Haus ein stilles und ein junges Silvester. Zu später Stunde mischen sich die Flaneure.“ Sein Vorsatz fürs neue Jahr: „Etwas ausgewogener leben, ein noch besseres Gleichgewicht finden zwischen Familie und Hotel“.
Jörg T. Böckeler vom InterContinental: „Ich möchte mir mein positives Lebensgefühl erhalten, zu dem sowohl meine Familie als auch der berufliche Erfolg beitragen. Trotz aufziehender Rezession wollen wir in unserem Hotel ein guter Arbeitgeber und guter Gastgeber bleiben.“ Der Jahresauftakt werde gelingen, versichert der Direktor: „Ich freue mich auf die tollste Party der Stadt, unseren Zwanziger-Jahre-Ball. Um Mitternacht stehen wir mit einem Glas Champagner an der Eisbar auf der Dachterrasse und bewundern das Feuerwerk über Düsseldorf.“