Minister erlegt den Braten selbst: Wie NRW-Politiker Weihnachten feiern
zuletzt aktualisiert: 21.12.2008 - 13:56Die NRW-Politiker mögen ein traditionelles Weihnachtsfest: Ein festliches Menü, ein prächtig geschmückter Baum und der Besuch der Christmette gehören für die meisten Politiker in Nordrhein-Westfalen zum Weihnachtsfest dazu. Etwas weniger besinnlich geht es bei Verkehrsminister Oliver Wittke zu: Er schießt den Festtagsbraten selbst.
Im Kreise der Familie wollen die meisten die Feiertage genießen und abseits vom turbulenten Alltag des Düsseldorfer Landtags zur Ruhe kommen.
In diesem Trend liegt auch Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU), der Weihnachten mit seiner Familie in Pulheim verbringt. An Heiligabend gehe der Ministerpräsident in die Messe, weil für ihn "Besinnung auf die großartige Botschaft des Weihnachtsfestes ganz wichtig" ist. Zu essen gebe es anschließend einen "rheinischen Klassiker": Heringssalat mit Toast oder Schwarzbrot.
Der Verkehrsminister erlegt den Braten selbst
Groß gekocht wird auf dem Bauernhof von Schulministerin Barbara Sommer (CDU) in Bielefeld. Für acht Personen inklusive ihrer fünf Kinder und ihrem 95-jährigen Vater will sie einen Truthahn mit Beilagen zubereiten, wie ihr Sprecher mitteilte. Und auch Verkehrsminister Oliver Wittke (CDU) will am Heiligabend selbst für das Festessen sorgen.
Für seine Frau und Söhne kocht er jedes Jahr ein Gericht von eigens erlegtem Wild. In diesem Jahr gebe es Hirschkeule, verriet das Ministerium. Nach dem Fest im kleinen Kreis verbringe er den ersten Feiertag in größerer Familienrunde. Der zweite Feiertag gehört mit dem traditionellen Besuch des Gelsenkirchener Weihnachtszirkus dann seinen beiden Söhnen.
Statt auf den Weihnachtszirkus freut sich Medienminister Andreas Krautscheid (CDU) darauf, die neuen Spielsachen mit seinen zwei Jahre alten Zwillingen auszuprobieren. Er verbringt die sitzungsfreien Tage in seiner Heimat bei Bonn.
Großen Besuch bekommt Finanzminister Helmut Linssen (CDU) daheim in Issum. An Weihnachten erwartet er seine Tochter und fünf Enkelkinder. Die restliche Zeit will er mit seiner übrigen Familie und bei Spaziergängen mit Ehefrau Cathrin genießen.
Umweltminister geht wandern
Wanderungen rund um den Möhnesee stehen bei Umweltminister Eckhard Uhlenberg (CDU) auf dem Programm. Für die kulinarischen Genüsse gibt es im Hause Uhlenberg einen Hasenbraten, den die gesamte Familie zu Hause in Büderich (Kreis Soest) gemeinsam zubereitet. Keinesfalls fehlen darf beim Weihnachtsfest bei dem Minister zudem ein Weihnachtsbaum mit echten Kerzen. Ähnliche Pläne verfolgen auch Wirtschaftsministerin Christa Thoben und Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter (beide CDU).
Um an den Feiertagen in besinnliche Stimmung zu kommen, setzt Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) auf Weihnachtslieder-Singen. Integrationsminister Armin Laschet (CDU) legt dagegen beim Weihnachtsbaumschmücken lieber das Weihnachtsoratorium von Bach auf und singt selbst erst während der traditionellen Christmette mit. Sehr wichtig bei seiner Feier ist auch die Weihnachtskrippe.
"Komplett anders" wird das Weihnachtsfest in diesem Jahr für SPD-Landeschefin Hannelore Kraft. Weil ihr Sohn zum Schüleraustausch in den USA ist, stehe ihr nicht der Sinn nach der üblichen großen Familienfeier, hieß es. Stattdessen will sie allein mit ihrem Mann Raclette genießen, während ihr Golden Retriever Sandy einen extra dicken Kauknochen verspeisen darf.
Innenminister Ingo Wolf (FDP) will nach einer Stippvisite bei diensthabenden Polizisten am Heiligen Abend die Weihnachtsfeiertage mit seiner Familie verbringen. Seine Frau und er freuen sich besonders auf Musik- und Gedichtvorträge ihrer Kinder.
Entgegen dem allgemeinen Trend, die Feiertage daheim zu verbringen, will Grünen-Fraktionsvorsitzende Sylvia Löhrmann mit ihrem Lebensgefährten in ein Bio-Hotel ins Allgäu fahren. Dort steht neben Wandern auch Skilanglauf und Eisstockschießen auf dem Programm. Abseits der Heimat darf bei ihr ein Besuch der Christmette am Heiligabend keinesfalls fehlen.
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