FDP will Solidarität mit Tibet: Wieder Debatte um Flagge am Rathaus
zuletzt aktualisiert: 27.02.2009 - 10:36Düsseldorf (RPO). Arbeiter machten sich Donnerstagmittag am Fahnenmast auf dem Dach des Düsseldorfer Rathauses zu schaffen. Wer jedoch dachte, das seien die Vorbereitungen für das Hissen der tibetischen Flagge am 10. März, wurde enttäuscht: Am Fahnenmast wurden lediglich alte Halterungen gegen neue aus Edelstahl ersetzt.
Auch Seilzug und Seil-aufhängungen sind jetzt aus dem edlen Stahl. Zudem wurden die Seilschnüre erneuert.
Im Rathaus ist unterdessen eine Debatte über eine Beflaggung anlässlich des 50. Jahrestags des tibetischen Protests gegen die chinesische Annektion entbrannt. Auslöser war die Forderung der FDP, am 10. März vor dem Rathaus die tibetische Flagge zu hissen, um Solidarität zu zeigen. Es sei schön, dass sich die Liberalen nun zum ersten Mal stark dafür machten, dass sich die Stadt an der Aktion "Flagge zeigen für Tibet" beteiligen soll, konterten die Grünen. 2008 habe der FDP-Fraktionschefin Marie-Agnes Strack-Zimmermann offenbar der Mut gefehlt.
Der damalige OB Erwin hatte sich mit Verweis auf die Beflaggungsordnung geweigert, die Tibet-Flagge zu hissen. Daran habe sich auch unter OB Elbers nichts geändert, so ein Stadtsprecher. "Wir vermissen eine eigenständige Haltung des neuen OB", so die SPD. Ihm sei wichtiger, wirtschaftliche Verflechtungen der Stadt mit China nicht zu belasten, als sich für die Einhaltung der Menschenrechte einzusetzen.
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