Stadtwerke: Wieder Protest gegen Stadtwerke-Verkauf
zuletzt aktualisiert: 21.12.2005 - 11:38Düsseldorf (dto). Die Initiative für das Bürgerbegehren gibt nicht auf. Obwohl der Rat vergangene Woche beschlossen hatte, dass der Karlsruher Stromkonzern EnBW die Mehrheit der Stadtwerke-Anteile übernimmt, wollen die Verkaufsgegner mit einem Bürgervotum die Rückabwicklung des Geschäftes erzwingen. Am Mittwochmittag trug die Gruppe um Sprecher Peter Birk während der Aufsichtsratssitzung der Stadtwerke in einem Trauerzug einen Sarg zu Grabe.
Während in der Stadtwerkezentrale die letzten Weichen für das Einlösen der so genannten Put-Option in Höhe von 261 Millionen Euro gestellt wurden, wollten die Organisatoren des Bürgerbegehren ihrem Unmut über das Verfahren nochmal Luft machen. "Mit einem handstreichartigen Coup ist die mehr als 140jährige Tradition der Stadtwerke begraben worden", so Birk.
Birk und seine Mitstreiter hatten noch vor der Ratssitzung am vergangenen Donnerstag Listen mit fast 100.000 Unterschriften abgegeben. 13.507 wären für ein Bürgerbegehren nötig. Noch werden die Unterschriftenlisten im Rathaus geprüft. Stichproben hatten allerdings ergeben, dass ein großer Teil möglicherweise ungültig ist.
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