"The Palermo Shooting": Wim Wenders mit Campino-Film in Cannes
zuletzt aktualisiert: 23.04.2008 - 14:39Der in Düsseldorf geborene Regisseur Wim Wenders wird mit seinem Film "The Palermo Shooting" am Filmfestival in Cannes teilnehmen. In dem Film gibt "Toten Hosen"- Sänger Campino sein Leinwanddebut: Er spielt einen Fotografen in einer Lebenskrise, dessen Weg von Düsseldorf nach Süditalien führt.
Campino und Wenders sind schon seit Jahren befreundet; 2000 arbeiteten sie zum ersten Mal zusammen am Videoclip zu "Warum werde ich nicht satt" von den Toten Hosen. Auch die anderen Rollen in "The Palermo Shooting" sind mit internationalen Stars wie Milla Jovovich, Dennis Hopper (der schon mehrfach mit Wenders drehte) und den Musikern Lou Reed und Patti Smith prominent besetzt.
Wenders war mit seinem Film "Paris Texas" von 1984 der letzte deutsche Gewinner der Goldenen Palme. 1993 konnte er den großen Preis der Jury für "In der Ferne so nah" einheimsen. Zuletzt schickte er 2005 seinen Film "Don't Come Knocking" ins Rennen. "The Palermo Shooting" ist Wenders' erster Film seit 15 Jahren, den er in Deutschland, und der erste, den er in Düsseldorf aufnahm.
Dass er mit seinem Film in Cannes Weltpremiere feiern kann, freut den Regisseur: "Es ist großartig, meinen Film auf dem Festival präsentieren zu dürfen, das mit meiner Arbeit in so besonderer Weise verknüpft ist,".
Zwei große Konkurrenten gehen ebenfalls ums Rennen um die Goldene Palme: Regie-Altmeister Clint Eastwood will mit seinem Film "Changeling", Steven Soderbergh mit dem Film "Che" die Palme für sich gewinnen. Zur Jury gehören in diesem Jahr unter anderem die Schauspielerinnen Alexandra Maria Lara ("Was nicht passt, wird passend gemacht", "Der Untergang") und Natalie Portman ("Star Wars", "My Bluberry Nights"). Jury-Präsident ist Schauspieler und Oscar-Preisträger Sean Penn.
Außerdem dabei sind unter anderem die belgischen Regiebrüder und Cannes-Gewinner Jean-Pierre und Luc Dardenne mit "Le Silence de Lorna", US-Drehbuchautor Charlie Kaufman ("Being John Malkovich") mit seinem Regiedebüt "Synecdoche, New York" sowie der kanadische Regisseur Atom Egoyan ("Das süße Jenseits") mit "Adoration".
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