Anti-Banken-Protest in Düsseldorf: "Wir bleiben, bis sich etwas ändert"
VON LEA ETGETON - zuletzt aktualisiert: 17.10.2011 - 14:18Düsseldorf (RPO). Weltweit haben am Wochenende Menschen gegen die Macht der Banken demonstriert - auch in Düsseldorf. Für einige Aktivisten der "Occupy"-Bewegung sind die Proteste noch nicht beendet. Sie campieren auf dem Martin-Luther-Platz in der Innenstadt - und wollen bleiben, "bis sich etwas ändert".
Genehmigt hat die Polizei die Aktion allerdings erst einmal nur für fünf Tage. Die Erlaubnis ist an einige Bedingungen geknüpft - etwa die, dass die Protestler während ihrer Aktion auf Alkohol und Drogen verzichten. In Zelten übernachten die Aktivisten vor der Johanneskirche. Einige Düsseldorfer unterstützen sie, zum Beispiel, indem sie den Campbewohnern Lebensmittel vorbeibringen.
Etwa 2500 Menschen hatten am Samstag in Düsseldorf friedlich gegen die Macht der Banken demonstriert - mehr als dreimal so viele, wie die Veranstalter erwartet hatten. Anschließend entschlossen sich einige Demonstranten, das Dauercamp auf dem Martin-Luther-Platz zu errichten - nach eigenen Aussagen wollen sie damit gegen die Räumung eines Protestcamps in Berlin demonstrieren.
„Die Politiker, Banken und Konzerne denken nur noch an den Profit und nicht mehr an die Menschen“, sagt Konstantin Thomopoulos. Er ist einer von fünf Demonstranten, die am Montagvormittag auf dem Martin-Luther-Platz die Stellung halten. „Egal, was dabei herauskommt, es ist keine verschwendete Zeit“, sagt ein anderer Demonstrant.
Per Internet ruft "Occupy Düsseldorf für die kommenden Abende um jeweils 19 Uhr zur "Vollversammlung" auf.
Wir haben uns im Protestcamp von "Occupy" umgeschaut. Die Bilder finden Sie hier.
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