Vertrag verlängert: Zehn Millionen fürs Parkhotel
VON ANKE KRONEMEYER - zuletzt aktualisiert: 06.02.2010 - 10:00Düsseldorf (RPO). Das Steigenberger und der Industrie-Club als Besitzer der Immobilie haben ihren gemeinsamen Vertrag jetzt bis zum Jahr 2030 verlängert. Zwischendrin aber hatte der Industrie-Club auch andere Hotelbetreiber ins Auge gefasst.
Das Steigenberger bleibt ein Steigenberger: Das ist das wichtigste Ergebnis der Verhandlungen zwischen dem Industrie-Club Düsseldorf als Besitzer der Immobilie an der Ecke Elberfelder Straße/Königsallee und dem Hotelkonzern. Der Industrieclub hatte vor Weihnachten den Pachtvertrag mit dem Hotel vorsorglich gekündigt. Das war möglich geworden, weil es im Konzern einen Besitzerwechsel gegeben hatte – der Ägypter Hamed El Chiaty hatte das Unternehmen im Herbst 2009 von der Familie Steigenberger übernommen.
Der Industrie-Club nahm daraufhin Verhandlungen mit Betreibern von anderen Hotels auf – unter anderem mit der Althoff-Gruppe (Grandhotel Bensberg), mit Kempinski und mit der Oetker-Gruppe (Brenner's Parkhotel.) Aber auch mit anderen großen internationalen Ketten seien Gespräche über ein neues Hotel am alten Standort geführt worden, so Klaus Germann, Geschäftsführer des Industrie-Clubs.
Auch das Steigenberger hat sich erneut darum beworben, das Fünf-Sterne-Haus mit Adresse Königsallee 1a weiter betreiben zu dürfen. "Der Beste kriegt es", so Germann gestern auf RP-Anfrage. Und das sei in diesem Fall der alte Pächter. Der Vertrag mit dem Parkhotel, der nach der alten Version bis 2023 gelaufen wäre, wurde am Donnerstag abend in Frankfurt direkt bis 2030 von beiden Seiten unterzeichnet. "Wir haben einen erstklassigen Vertrag mit einem erstklassigen Pächter geschlossen."
Jetzt nimmt der neue Betreiber aber Geld in die Hand – und darauf legte der Industrie-Club offenbar Wert. Die Hotelimmobilie hat trotz zahlreicher Renovierungen den Ruf, etwas zu gediegen und eben gar nicht modern und schick zu sein. Nachdem zwischen 1999 und 2006 bereits 30 Millionen Euro ins Hotel mit Blick auf den Hofgarten investiert wurden, sollen jetzt mit weiteren zehn Millionen Euro vor allem der Eingangsbereich, die Bars, die Restaurants und einige Zimmer in der vierten Etage saniert werden.
Diese Zimmer würden nicht dem Standard eines Fünf-Sterne-Plus-Hotels entsprechen, so Germann. Angelika Heyer, Sprecherin bei Steigenberger in Frankfurt, bestätigt das: "Wir legen wahrscheinlich zwei kleinere zu einem größeren Zimmer zusammen – und das gleich mehrfach." Zudem solle der Konferenzbereich modernisiert werden.
Der Industrie-Club und das Hotel profitieren vermutlich auch vom zukünftigen Kö-Bogen. Denn durch dieses Bauprojekt soll das Haus eine lang ersehnte Tiefgarage erhalten. Germann: "Wir sind gerade in sehr guten Gesprächen mit allen Beteiligten bei der Stadt." Die Garage wäre "ein Riesensprung nach vorne".
Für den Steigenberger Konzern gehört das Düsseldorfer Haus nach wie vor zur "Grandhotel Collection" – wie auch der Frankfurter Hof, der Petersberg, das Kurhotel Scheveningen und das Belvedere in Davos.
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