Tennis: 3:3 ist zu wenig für Rochusclub
zuletzt aktualisiert: 20.07.2009 - 07:22Das 3:3 des Rochusclubs in der Spitzenpartie der Tennis-Bundesliga gestern beim amtierenden Deutschen Mannschaftsmeister TK Kurhaus Lambertz Aachen hilft nur dem Titelverteidiger weiter.
Zwar schafften es die Gäste, dem Spitzenreiter am vierten Spieltag den ersten Punktverlust beizubringen, aber der Rochusclub muss jetzt in den restlichen fünf Partien auf Schützenhilfe bauen, soll der Traum von der ersten Meisterschaft noch wahr werden.
Mit jetzt 6:2 Zählern liegen die Düsseldorfer punktgleich mit dem TC Blau-Weiß Halle auf Tabellenplatz zwei. "Wir haben nie gesagt, wir wollen Deutscher Meister werden. Aber die Liga ist so stark und ausgeglichen, da kann jederzeit jedem ein Bein gestellt werden", meint Rochusclub-Teamchef Detlev Irmler.
Bei der Begegnung zwischen dem Spitzenreiter und dem Tabellenzweiten war der Rochusclub nicht vom Glück verfolgt. Im Vorfeld hatte sich Rochusclub-Spitzenspieler Albert Montanes (Weltranglisten 31.) verletzt, und Publikumsliebling Evgeny Korolev (95.) setzte sich zeitgleich in der Qualifikation für die German Open in Hamburg durch. Auch auf Martin Vassallo Arguello (49.) musste Irmler verzichten.
Der Argentinier ist psychisch derzeit zu wackelig. Der gesundheitlich angegriffene Fabrice Santoro (46.), Mischa Zverev (45.), Guillermo Garcia Lopez (33.) und Pablo Andujar (149.) sollten die Punkte von der TK-Anlage entführen. Doch Aachen stellte in Philipp Petzschner (47.), Steve Darcis (62.), Simon Greul (87.) und Florian Mayer (150.) eine ebenbürtige Mannschaft.
So entwickelte sich auf der TK-Anlage ein Duell auf Augenhöhe, mehrfach unterbrochen durch Regen-bedingte Zwangspausen. Santoro kam gegen Petzschner nicht wirklich gut zurecht, dafür hatte Zverev Darcis im Griff. Mit Glück gewann Garcia Lopez gegen Greul, während Andujar das Glück gegen Mayer fehlte. Nach den Einzeln stand es 2:2; die Doppel mussten für die Entscheidung sorgen. Und da zauberte Irmler mit dem Doppel-Spezialisten Rogier Wassen noch einen Joker aus dem Hut. Doch der Trumpf stach nicht. "Unter den Bedingungen, wie wir hier angetreten sind, bin ich mit dem Unentschieden zufrieden", stellte Irmler abschließend klar.
Ergebnisse: Philipp Petzschner – Fabrice Santoro 6:1, 6:4; Steve Darcis – Mischa Zverev 4:6, 5:7; Simon Greul – Guillermo Garcia Lopez 4:6, 6:2, 6:10; Florian Mayer – Pablo Andujar 6:3, 6:7 10:1; Darcis/Greul – Santoro/Zverev 3:6, 3:6; Petzschner/Mayer – Garcia-Lopez/Rogier Wassen 6:3, 6:4.
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