Tischtennis: Borussia ohne Angst vor El Nino
VON TINO HERMANNS - zuletzt aktualisiert: 06.09.2010 - 10:57Der Weg zu Titeln im nationalen und internationalen Tischtennis führt nur über die Borussia. Das ist der Anspruch der Düsseldorfer Zelluloidball-Künstler. In der Deutschen Tischtennis Liga (DTTL) haben es die Borussen bereits bewiesen, dass sie um jeden Punkt, um jeden Ball kämpfen. So zuletzt beim 3:2-Erfolg über Werder Bremen.
Die erste Bewährungsprobe des Titelverteidigers in der Champions League folgt heute Abend (19 Uhr) in Prag beim ortsansässigen Club SSK El Nino. "Zum Auftakt der Champions League hätten wir es härter treffen können. In Prag sind wir klar der Favorit", meint Borussia-Coach Danny Heister.
Für den Champions-League-Neuling El Nino ist die Partie gegen den Titelverteidiger das Spiel das Jahres. "Für unsere junge Mannschaft ist es das absolute Highlight der Saison", sagt El-Nino-Managerin Olga Kaucka. Das Team der Gastgeber besteht aus jungen tschechischen Spielern. Einzig der erfahrenen Dmitrij Prokopkov, der auf Rang 49 der Weltrangliste notiert ist, verfügt mit seinen 30 Jahren über nennenswerte internationale Erfahrung.
"Erfahrungsgemäß zerreißen sich solche Mannschaften vor heimischen Publikum", warnt Borussen-Manager Andreas Preuß. Um nicht böse überrascht zu werden, ist die Borussia gestern mit ihrem stärksten Aufgebot, also mit Timo Boll (Weltrangliste 2), Christian Süß (21), Patrick Baum (50) und János Jakab nach Prag gejettet.
Eine böse Überraschung hätten die Borussen beinahe in der Partie gegen Werder Bremen erlebt. Nur mit Mühe drehte der Deutsche Meister nach einem 0:2-Rückstand die Begegnung noch und behielt mit 3:2 die Punkte in Düsseldorf. Zunächst hatte Süß gegen den Ex-Borussen Lars Hielscher (115) überraschend verloren. "Lars hat sehr gut gespielt, ich nicht", meinte Süß.
Der erste Auftritt von Jakab im Borussia-Dress fing vielversprechend an. Der junge Ungar erarbeitete sich in den ersten beiden Durchgängen jeweils komfortable Führungen und fünf Satzbälle, musste aber seinem Kontrahenten Jens Lundquist jeweils den Satzgewinn überlassen. Am Ende stand eine 1:3-Niederlage. "Ich hatte meine Chancen. Normalerweise muss ich 2:0 in Führung liegen", ärgerte sich Jakab.
Nur gut, dass Baum seine kämpferischen Qualitäten entdeckt hat. Er kämpfte Adrian Crisan nach Abwehr von vier Matchbällen noch mit 3:2 nieder und leitete die Wende ein. Süß konnte seinen Frust aus dem ersten Einzel in einen 3:0-Erfolg über Lundquist kanalisieren.
Im entscheidenden Doppel harmonierten Baum und Jakab prächtig und ließen Hielscher/Crisan nicht den Hauch einer Chance. "Die gesamte Partie hätte auch 0:3 ausgehen können, aber Patti hat es sehr gut gemacht", urteilte Heister.
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