Tischtennis: Borussia: Pflichtaufgabe in Plüderhausen
VON TINO HERMANNS - zuletzt aktualisiert: 26.01.2007 - 08:44In den letzten beiden Wochen waren die Tischtennis-Profis der Borussia selten im Leistungszentrum am Staufenplatz anzutreffen. Die Croatia Open in Zagreb, die Slovenian Open in Velenje, ein Lehrgang der deutschen Nationalmannschaft in Frankfurt oder die nationalen japanischen Meisterschaften für Jun Mizutani forderten die Abwesenheit der Künstler am Rhein.
Allmählich aber tröpfeln sie wieder in Düsseldorf ein, denn beim SV Plüderhausen wartet am Sonntag Nachmittag die nächste Bundesliga-Aufgabe auf die Borussen. Vorgestern kam Jun Mizutani als frischgebackener Japanischer Meister aus seinem Heimatland zurück. Gestern kamen Danny Heister aus den Niederlanden und Christian Süß aus Frankfurt in die Landeshauptstadt. Heute wird Petr Korbel aus Tschechien erwartet. Morgen soll Bartosz Such aus Polen kommen.
Das Trainingsprogramm für heute hat Borussen-Trainer Dirk Wagner schon parat. „Wir müssen zu unserer alten Doppelstärke zurück finden. Deshalb werden wir Doppel trainieren“, so der Coach. So hatten die Düsseldorfer Standarddoppel Korbel/Mizutani bei der Niederlage in Würzburg, und Süß/Heister beim Misserfolg in Gönnern verloren. In Plüderhausen sollen wie im Hinspiel wieder beide Doppel gewonnen werden. In der Hinrunde, beim 6:1 Erfolg im Tischtenniszentrum, hatten die Borussen die Plüderhausener förmlich überrollt.
Fürs Rückspiel sind die Düsseldorfer gewarnt. Denn Plüderhausen schlug Anfang Januar den TTV Gönnern, dem die Borussen unterlegen waren. Gönnern trat zwar ohne den deutschen Tischtennisstar Timo Boll an, dafür fehlte dem SV aber auch ihr Spitzenspieler Jörgen Persson. Der wird gegen die Borussen wieder auflaufen, hat aber seine Schrecken schon länger verloren. Die großen Erfolge (fünfmaliger Weltmeister, siebenmaliger Europameister) des inzwischen 40-Jährigen Schwedens liegen länger zurück. „Aus Angst vor Persson machen sich Petr und Christian schon seit einigen Jahren nicht mehr in die Hose“, sagt Wagner.
Vor dem Ex-Borussen Trinko Keen auch nicht. Zwar brachte Keen im Hinspiel Jun Mizutani eine von nur zwei Saisonniederlagen bei, aber der Niederländer muss in der Bundesligarückrunde im oberen Paarkreuz antreten.
Mizutani, der weiter im unteren Paarkreuz antritt, steht voraussichtlich dem vielfachen Jugoslawischen Meister Aleksandar Karakasevic gegenüber. Der verlor wegen durchwachsener Leistung in der Hinrunde seine Spitzenposition beim aktuellen Tabellensiebten. Vielleicht wird es für die Borussen im Großraum Stuttgart keine Wiederholung des deutlichen Hinspielsieges geben, aber am Erfolg zweifelt niemand im Borussen-Umfeld. „Da brauchen wir gar nicht rum zu eiern. Wir wollen auch am Ende der Bundesligarunde oben stehen. Und wer das will, muss in Plüderhausen gewinnen“, erläutert Wagner.
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