Tischtennis: Borussia spielt in Budapest
VON TINO HERMANNS - zuletzt aktualisiert: 07.09.2007 - 09:19Budapesti Körcsarnok, Istvánmezei út 3/5 - unter dieser Anschrift in Ungarn sind die Düsseldorfer Borussen heute Abend (18.30 Uhr) beim ersten Spiel in der Tischtennis Champions League-Saison 2007/08 anzutreffen. In maximal fünf Einzeln werden die ersten Punkte der Gruppenphase vergeben. Gegner ist der vermeintlich schwächste Widersacher in der Gruppe B, das Team von Lombard BVSC Budapest.
Der 23-malige ungarische Meister ist international kein unbeschriebenes Blatt. Viermal standen die Magyaren im Europapokalfinale der Landesmeister, fünfmal holten sie den Pokal der Europäischen Tischtennis Union (ETTU-Pokal). Die international große Zeit des BVSC ist aber bereits etwas her, zuletzt erreichte Lombard 2001 das ETTU-Pokalhalbfinale.
Aktuell setzen die Ungarn auf einheimische Kräfte. Kein Ausländer greift für die Osteuropäer zum Schläger. In der Stadt, die 1873 durch die Zusammenlegung der Städte Buda, Pest und Óbuda entstand, sind die Borussen auch ohne ihren am Rücken verletzten Spitzenspieler Timo Boll, der klare Favorit.
Alle Düsseldorfer Spieler stehen in der Weltrangliste vor den Ungarn. Düsseldorfs Nummer vier, Jun Mizutani, auf Weltranglistenposition 72 notiert, liegt noch vor Ferenc Pázsy, der Nummer eins der Ungarn (Platz 90). „Davon darf man sich aber nicht täuschen lassen. Für sie ist es das Spiel das Jahres. Das sind immer ganz heiße Partien“, warnt Borussia-Manager Andreas Preuß. „Im Normalfall sollte es reichen um Budapest schlagen“, meint Borussias-Spitzenspieler Christian Süß. Er kennt die Ungarn am besten. Mit János Jakab stand er im Finale einer Jugend-Europameisterschaft, mit Daniel Zwickl hat sich Süß bereits bei den Schülern „geprügelt“. Von Ferenc Pázsy weiß man, dass er ein „Kampfschwein“ ist, der 33-Jährige gibt keinen Ball verloren.
Die Bundesligapartie beim SV Plüderhausen gab für Borussen-Coach Dirk Wagner keine neuen Erkenntnisse. „Nach der Terminhatz der letzten Zeit kam es so wie es zu befürchten war“, meinte Wagner zum eher krampfhaften 6:3 Sieg am Mittwochabend bei den Schwaben. Für ihn sind die Ungarn sportlich die gleiche „Kragenweite“ wie Plüderhausen. „Eine Steigerung im Vergleich zur Bundesliga sollte für uns möglich sein“, hofft der Trainer. Wagner kennt auch das beste Mittel dafür, sich nicht überraschen zu lassen: „Auf dem Boden bleiben und den Gegner ernst nehmen. Dann kann man es sich in Budapest leicht machen.“
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