Tischtennis: Borussia verabschiedet Wagner
VON TINO HERMANNS - zuletzt aktualisiert: 19.11.2009 - 08:37Der Erfolgstrainer und der Tischtennis-Bundesligist trennen sich nach sechs Jahren und fünf Titeln. Der Verein will "neue Akzente setzen", der 38-Jährige sagt: "Völlig normal." Ex-Spieler Danny Heister beerbt ihn.
Niemand sagt, dass Dirk Wagner keine Erfolge eingefahren hat. Im Gegenteil: Wagner führte die Tischtennisspieler der Borussia bisher zu fünf Titeln. In der laufenden Saison können weitere nationale und internationale Erfolge hinzu kommen. In der Deutschen Tischtennis Liga (DTTL) ist die Borussia Tabellenführer, das Finalturnier des Pokalwettbewerbs ist erreicht, und in der Champions League steht man im Viertelfinale.
Dennoch trennen sich die Borussen und Wagner zum Ende der laufenden Saison. "Wir möchten neue Akzente und im täglichen Training neue Impulse setzen", begründet Manager Andreas Preuß den Wechsel. "Man muss in einem Verein, der wie wir unter Erfolgsdruck steht, aufpassen, dass sich die Strukturen nicht fest fahren. Dirk Wagner hat ausgezeichnete Arbeit geleistet, für die wir ihm zu großem Dank verpflichtet sind."
Noch keinen neuen Job
Auch für Wagner gehören Trainerwechsel zum Tagesgeschäft. "So ist das im Leistungssport, deshalb gibt es befristete Arbeitsverträge. Es ist völlig normal, dass man sich nach ein paar Jahren trennt", meint der scheidende Borussen-Coach. So richtig Gelegenheit, sich um einen Anschlussjob zu kümmern, hatte er wohl noch nicht. "Wir sind in drei Wettbewerben im Geschäft, darauf konzentriere ich mich. Ab 13. Dezember haben wir ein bisschen Luft. Da kann ich mir ein paar Gedanken machen", erläutert Wagner.
Bereits seit mehreren Wochen basteln die Borussia-Verantwortlichen an dem Trainerwechsel. "Es waren mehrere Namen im Gespräch, darunter Jörg Roßkopf, Dubravko Skoric und eben Danny Heister", erläutert Preuß. Roßkopf, 13 Jahre lang Spieler für die Borussia, will weiterhin in der DTTL spielen, fiel deshalb aus. Skoric, Trainer des Champions League-Konkurrenten Charleroi, war im Gespräch, doch die Entscheidung fiel auf Heister. "Danny bringt viel Erfahrung im Top-Sport mit. Kennt sich als Spieler und Trainer der niederländischen Nationalmannschaft im Spitzensport bestens aus. Und er kommt aus seinen bisherigen Trainerverpflichtungen bis zum Sommer 2010 heraus", erzählt der Borussen-Manager.
Sein Spitzenspieler Timo Boll ist jedenfalls neugierig auf den Trainer Heister. "Es ist gut, wenn ein ehemaliger Profi als Trainer in der Halle steht. Er weiß, was in uns Spielern vorgeht. Danny war als Spieler ein Kämpfer. Wenn er diesen Kampfgeist vermitteln kann, werden wir alle profitieren", glaubt der Weltranglisten-Vierte.
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