Tischtennis: Borussias Zukunft an der Platte
VON TINO HERMANNS - zuletzt aktualisiert: 13.07.2007 - 08:49Der 18-jährige Dimitrij Ovtcharov ist der Aufsteiger der deutschen Tischtennis-Szene. In Düsseldorf will er weiter reifen und möglichst viele Titel gewinnen.
Da hat der Tischtennis-Bundesligist Borussia offensichtlich einen Glücksgriff getan. Zugang Dimitrij Ovtcharov ist der Aufsteiger der deutschen Tischtennis-Szene. Im Juli 2006 wurde er noch auf Platz 133 der Weltrangliste geführt, ein Jahr später steht er als Nummer 30 an der Schwelle zum absoluten Weltklassespieler. Zur Direktqualifikation für die Olympischen Spiele in Peking 2008 fehlen dem Rechtshänder derzeit lediglich noch zwei Plätze. „Es war ein traumhaftes Jahr“, bekundet der 18-Jährige, der im zarten Alter von drei Jahren mit seinen Eltern aus der Ukraine nach Deutschland kam.
Ovtcharov ist selbstbewusst genug, seinen Leistungssprung nicht ausschließlich auf vermeintlich glückliche Fügungen zurückzuführen. „Ich habe immer gut trainiert und habe gespürt, dass ich grundsätzlich besser geworden bin. Aber das muss ja nicht zwangsläufig bedeuten, dass man gute Ergebnisse erzielt. Dass es aber so gekommen ist, freut mich natürlich umso mehr“, so der Sohn des früheren UdSSR-Meisters Mikhail Ovtcharov. Bescheiden unterschlägt der Teenager, dass es in den vergangenen Monaten ziemlich gut für ihn gelaufen ist. Dabei sorgte Ovtcharov Junior besonders in Asien für Furore. Beim Pro-Tour-Turnier in Japan warf der „Newcomer“ nacheinander Südkoreas Olympiasieger und WM-Dritten Ryu Seung-Min sowie im Achtelfinale Joo Se-Hyuk, den derzeit weltweit besten Abwehrspieler aus dem Turnier. Erst Weltmeister Wang Liqin (China) konnte den Siegeszug des Neu-Düsseldorfers stoppen. Auf eine mögliche Teilnahme an den anschließenden China Open verzichtete Ovtcharov.
Für sein erstes Jahr als Borusse hat sich der frühere Jugend-Europameister große Ziele gesteckt. „Ich möchte dazu beitragen, dass wir den Meistertitel gewinnen“, sagt Ovtcharov. Eingewöhnungsprobleme in Düsseldorf dürfte Borussias Neuling kaum haben. Schließlich verbrachte Dimitrij Ovtcharov bereits in der vergangenen Saison vier Tage der Woche im Deutschen Tischtennis-Zentrum am Staufenplatz.
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