DEG: DEG gewinnt ganz locker
VON ANDRÉ SCHAHIDI - zuletzt aktualisiert: 10.01.2009Mit einem 4:2-Erfolg hielten die Düsseldorfer Eishockey-Profis den direkten Konkurrenten Augsburger Panther auf Distanz. Wermutstropfen: Nur 5022 Fans kamen in den ISS Dome.
Das vermeintliche „Sechs-Punkte-Spiel“, das Trainer Harold Kreis zuvor mit Blick auf die Tabelle der Deutschen Eishockey Liga proklamiert hatte, war schon recht früh keines mehr. Ein Tabellenplatz und drei Punkte trennte die Düsseldorfer EG und die Augsburg Panther vor der Partie im ISS Dome. Doch was sich letztlich auf dem Eis abspielte, sprach eine andere Sprache: In starken Anfangsminuten tat die DEG das, was nötig war, um harmlosen Panthern frühzeitig den Zahn zu ziehen. So feierte sie am Ende einen relativ lockeren 4:2 (2:0, 0:0, 2:2)-Sieg.
Keine zwei Minuten waren gespielt, als der beste Mann auf Seiten der Düsseldorfer, Peter Boon, die Führung erzielte. Ein Schuss von Fabio Carciola prallte auf seinen Schläger, er spielte Dennis Endras im Tor des AEV aus und setzte den Puck mit der Rückhand in den rechten Winkel. Nichts ausspielen musste Patrick Reimer nur vier Minuten später. Er wurde ziemlich freistehend von Verteidiger Chris Harrington ziemlich gut auf die Reise geschickt – und vollstreckte ziemlich trocken knapp neben den linken Pfosten.
– Augsburger Panther 4:2
DEG: J. Reimer (May) – Holzer, Bazany; Ratchuk, Hedlund, Caldwell, Harrington – Kreutzer, Collins, P. Reimer; Kaufmann, Reid, Joseph; Boon, Tutschek, Carciola; Courchaine, Hinterstocker.
Schiedsrichter: Reichert (Lindau). – Zuschauer: 5022.
Tore: 1:0 (1:58) Boon (Tutschek, Carciola), 2:0 (6:32) P. Reimer (Harrington), 3:0 (41:08) Joseph (Harrington, Reid; 5-4), 3:1 (45:29) Engelhardt (Werner, Gordon), 4:1 (47:46) Reid (Caldwell), 4:2 (58:31) Olimb (Gordon, Engelhardt).
Strafminuten: Düsseldorf 8, Augsburg 8.
Leider war es damit aber auch schon früh vorbei mit der Herrlichkeit. Die Fans hatten nur noch Grund zu jubeln, wenn Zwischenergebnisse aus Kassel eingeblendet wurden – immer dann, wenn die Huskies gegen den Düsseldorfer Konkurrenten Krefeld Pinguine trafen.
Im Mittelabschnitt versuchten die Panther, besser ins Spiel zu kommen. Der Partie tat das jedoch nicht gut. Weil die DEG nur noch verwaltete, verflachte die Partie zusehends. Ein Pfostenschuss von Patrick Buzas, dem einzig auffälligen Augsburger – mehr kam nicht von den Fuggerstädtern. Das sah auch der gesperrte DEG-Stürmer Ryan Ramsay so: „Augsburg ist schwach. Aber mit einer Führung im Rücken ist es natürlich immer einfacher, das Spiel zu machen.“
Damit überhaupt keine Spannung mehr aufkam, tat die DEG im Schlussabschnitt noch einmal ein klein wenig fürs Spiel. Buzas saß für die Panther auf der Strafbank, der Ex-Augsburger Shane Joseph traf zum 3:0. Da interessierte auch das 3:1 durch Brett Engelhardt nicht mehr wirklich. Auch, weil Brandon Reid postwendend Tor Nummer vier nachlegte. So bleibt trotz des zweiten Panther-Tores kurz vor dem Ende nur noch eins – Kritik an den Zuschauern. Oder besser an denen, die nicht da waren. Denn die DEG spielt seit Wochen auf einem hohen Niveau, traf gestern auf den Tabellennachbarn – da hätte die Mannschaft definitiv mehr als die 5022 Fans verdient gehabt, die den Weg nach Rath fanden.
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