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Düsseldorfer EG: 2:0 – Krefeld siegt im Derby

VON GEORG AMEND UND PATRICK SCHERER - zuletzt aktualisiert: 05.02.2010 - 22:28

Nach dem Meister war der Vizemeister dran: Mit 0:2 unterlagen die DEG Metro Stars beim rheinischen Nachbarn. Am Sonntag (18.30 Uhr) kommen die Adler Mannheim in den ISS Dome.

Auf den Fernsehern im KönigPalast an der Westparkstraße liefen noch einmal die Höhepunkte vom 5:4-Sieg der Krefeld Pinguine gegen die Eisbären Berlin am Dienstag. Den amtierenden Meister der Deutschen Eishockey Liga (DEL) hatten die Seidenstädter nach torlosem Anfangsdrittel bezwungen und die Geschichte wiederholte sich: Auch gegen den Vizemeister DEG Metro Stars stand es nach den ersten 20 Minuten noch 0:0, doch am Ende behielten die Hausherren mit 2:0 (0:0, 0:1, 0:1) die Oberhand.

Im ersten Abschnitt des unglaublich fairen, aber intensiven Derbys konnten sich die Gäste allerdings erneut bei ihrem Torwart Jean-Sébastien Aubin bedanken, dass sie nicht mit einem Rückstand in die Pause gingen. Der gebürtige Montrealer wehrte ein Dutzend Schüsse ab, allein gegen Krefelds Stürmer Daniel Pietta musste Aubin drei Mal im ersten Durchgang in Folge Großchancen vereiteln.

Info
DEG: Aubin (Lange) – Holzer, Traverse; Nowak, Caldwell; Holland – Reimer, Collins, Kreutzer; Hinterstocker, Reid, Murphy; Joseph, MacDonald, Kaufmann; Hofland, Tutschek, Courchaine. Schiedsrichter: Jablukov (Berlin). Zuschauer: 7191. Tore: 1:0 (28:57) Stephens (Endraß, Kozhevnikov), 2:0 (51:28) Vasiljevs (Pietta, Blank). Strafminuten: Krefeld 6, Düsseldorf 2. 

Der Düsseldorfer Schlussmann regte sich zwischenzeitlich mächtig auf und brüllte seine Vorderleute an – die blieben aber größtenteils weiterhin etwas schlafmützig vor dem eigenen Tor. Ausdrücklich ausklammern muss man aus dieser Kritik Youngster Marco Nowak. Der 19-Jährige präsentierte sich wenige Tage nach seiner Vertragsverlängerung um ein Jahr als zuverlässiger und schneller Verteidiger, der das Vertrauen von Trainer Harold Kreis in ihn vollauf rechtfertigte.

Den Unglücksraben von Dienstagabend, Defensivmann Jason Holland, hatte der DEG-Übungsleiter indes nur als fünften und damit zusätzlichen Verteidiger aufgeboten. Ein weiterer Denkzettel nach Hollands Fauxpas, der den Frankfurt Lions am Dienstag das 1:0 beim 4:2-Sieg über die DEG ermöglicht hatte.

Pech für den merklich verunsicherten Verteidiger, dass Krefeld ausgerechnet in einer Phase traf, als der von Bundestrainer Uwe Krupp für Olympia nominierte Deutsch-Kanadier einmal wieder auf dem Eis war. Zwar war der 33-Jährige nicht ursächlich am KEV-Führungstor durch den Ex-Düsseldorfer Charlie Stephens beteiligt, doch seine ohnehin schon schwache Plus-Minus-Bilanz wurde so noch ein Stück schlechter.

Der DEG, die nur eine einzige Strafzeit kassierte, fehlten gestern Abend aber auch einfach die Alternativen in der Abwehr. Chris Harrington (Kopf- und Nackenverletzung) fiel ebenso für die Defensive aus wie der kurzfristig erkrankte Marian Bazany. So hatten es die verbliebenen fünf Verteidiger schwer, sich dem Dauerdruck der Gastgeber zu entledigen. Im ersten Drittel hatte Rob Colins mit einem Lattentreffer noch die beste DEG-Chance verzeichnet, im Mittelabschnitt war es Shane Joseph, dessen Schuss knapp am Krefelder Tor vorbeistrich.

Im Schlussabschnitt boten sich Patrick Reimer und erneut Joseph die besten Chancen, doch insgesamt blieben die Hausherren an der Westparkstraße gefährlicher. Kein Zufall, dass so auch Krefelds Kapitän Herberts Vasiljevs zum 2:0 traf. Nach dem Coup gegen den Meister Berlin schlugen die Pinguine nun auch den Vizemeister, und entschieden so das erste rheinische Derby gegen die DEG in dieser Spielzeit für sich, und dürfen so nun wieder von den Pre-Play-offs träumen.


Iserlohn Roosters - Kassel Huskies 2:1 (1:1, 1:0, 0:0). - Tore: 0:1 Kraft (9:54), 1:1 Hancock (13:00), 2:1 Hock (26:55). - Schiedsrichter: Brill (Zweibrücken). - Zuschauer: 3744. - Strafminuten: Iserlohn 4 plus 10 Disziplinar (Langwieder) - Kassel 16

Krefeld Pinguine - Düsseldorfer EG 2:0 (0:0, 1:0, 1:0). - Tore: 1:0 Stephens (28:57), 2:0 Vasiljevs (51:28). - Schiedsrichter: Jablukov (Berlin). - Zuschauer: 7191. - Strafminuten: Krefeld 6 - Düsseldorf 2

Eisbären Berlin - EHC Wolfsburg 5:3 (1:1, 3:2, 1:0). - Tore: 1:0 Mulock (10:27), 1:1 Magowan (12:31), 2:1 Busch (21:08), 3:1 Rankel (26:27), 3:2 Milley (28:53), 3:3 Ulmer (30:48), 4:3 Braun (39:35), 5:3 Ustorf (51:15). - Schiedsrichter: Looker (USA). - Zuschauer: 14.200 (ausverkauft) . - Strafminuten: Berlin 10 - Wolfsburg 10

Hamburg Freezers - Frankfurt Lions 3:5 (1:3, 1:1, 1:1). - Tore: 0:1 Oppenheimer (6:23), 1:1 Barta (9:44), 1:2 Ulmer (10:42), 1:3 Wright (19:28), 1:4 Gawlik (29:21), 2:4 Fortier (30:03), 3:4 Fortier (54:25), 3:5 Schneider (59:40). - Schiedsrichter: Piechaczek (Ottobrunn). - Zuschauer: 6961. - Strafminuten: Hamburg 10 - Frankfurt 12

Nürnberg Ice Tigers - Straubing Tigers 3:4 (1:0, 2:1, 0:2, 0: 1) n.V.. - Tore: 1:0 Savage (18:18), 1:1 Trew (20:50), 2:1 Leask (22:53), 3:1 Ask (39:34), 3:2 Meloche (53:01), 3:3 Elfring (58:06), 3:4 Meloche (62:08). - Schiedsrichter: Dahle (Berlin), Schütz (Moers). - Zuschauer: 4518. - Strafminuten: Nürnberg 6 - Straubing 12

Augsburger Panther - Hannover Scorpions 5:3 (1:1, 1:2, 3:0). - Tore: 0:1 Dolak (16:41), 1:1 James (18:42), 1:2 Kathan (27:22), 2: 2 Chartier (32:36), 2:3 Goc (33:26), 3:3 Collins (41:56), 4:3 James (50:54), 5:3 Engelhardt (59:28). - Schiedsrichter: Van Gameren (Berlin). - Zuschauer: 3171. - Strafminuten: Augsburg 10 - Hannover 18

Quelle: SID/chk

 
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