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DEG Metro Stars: 5:1 – Düsseldorf hat wieder die Top-Offensive

VON GEORG AMEND - zuletzt aktualisiert: 07.11.2010 - 21:59

Um 20.21 Uhr war es soweit: Die DEG Metro Stars sind wieder die offensivstärkste Mannschaft der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Andy Hedlund sorgte mit seinem zweiten Tor des Abends für den 67. Saisontreffer, der die Düsseldorfer in der Offensivstatistik wieder vor den EHC München schob. Gleichzeitig war dieser 3:0-Zwischenstand beim 5:1 (2:0, 2:1, 1:0)-Heimsieg der DEG über die Hamburg Freezers Hedlunds siebter Saisontreffer im 19. Spiel – in Mannheim hatte er im Vorjahr nur sechsmal in 54 Partien getroffen.

So sehen Sieger aus: die DEG Metro Stars.  Foto: rpo, Falk Janning
So sehen Sieger aus: die DEG Metro Stars. Foto: rpo, Falk Janning

Gestern lief aber von Anfang an alles richtig schön einfach: Patrick Reimer schoss auf Hamburgs Torwart Marc Lamothe, der das Geschoss genau auf den von der Bank startenden Adam Courchaine spielte. Der Stürmer hielt humorlos drauf – drin, nach 100 Sekunden. Ebenso trocken, nur mit noch mehr Tempo, katapultierte nach knapp 13 Minuten Hedlund den Puck in die Maschen, bevor es ihm bei seinem zweiten Treffer schön leicht gemacht wurde.

Zu leicht – denn die Hausherren erlaubten den Gästen nun, besser in die Partie zu kommen, was erst in einem Pfostenschuss von Niklas Treutle und dann im ersten Gegentor durch Jason King gipfelte. Hamburg machte sich aber das kurze Aufbäumen wieder selber kaputt: Brett Engelhardt kassierte eine Strafe und nur 34 Sekunden später nutzten die Metro Stars ihre dritte von vier Überzahlsituationen: Reimer war im Verbund mit Kapitän Daniel Kreutzer erfolgreich.

Info

DEG - Hamburg Freezers 5:1 (2:0, 2:1, 1:0). - Tore: 1:0 Courchaine (1:40), 2:0 Hedlund (12:51), 3:0 Hedlung (20:57), 3: 1 King (27:37), 4:1 Reimer (31:40), 5:1 Danner (59:58). - Schiedsrichter: Piechaczek (Finning). - Zuschauer: 4663. - Strafminuten: Düsseldorf 10 plus Disziplinar (Fenton) - Hamburg 21 plus Spieldauer (Polaczek) plus Disziplinar (Tenute, Trygg, Bassen)

Das gefiel auch Uwe Krupp: „Patrick ist einer, der Tore schießen kann. Er bekommt seine Chance beim Deutschland-Cup“, sagte der Bundestrainer, der den Düsseldorfer so für die Länderspiele am Wochenende fest nominiert hat. Reimer gab das Lob weiter: „Wir haben das System von Jeff jetzt gut verinnerlicht. Wir wollten Hamburgs Defensive von Anfang an unter Druck zu setzen. Das hat ganz gut geklappt.“

Diszipliniert agierte die DEG nicht nur im System von Tomlinson, sondern überhaupt auf dem Eis – anders die hitzköpfigen Freezers. Sicher, die Spieldauerstrafe gegen Aleksander Polaczek, der Martin Hinterstocker in die Bande checkte, musste man nicht zwingend geben. Die beiden Disziplinarstrafen im Mitteldrittel waren dagegen völlig berechtigt: Erst meckerte Joey Tenute Schiedsrichter Daniel Piechaczek über die halbe Eisfläche an und besaß dann noch die Unverfrorenheit, die Unparteiischen täuschen zu wollen: Weil Garrett die Rückennummer 14 und Tenute die 41 trägt, wurde erst Garrett zum Absitzen der Zehn-Minuten-Strafe zur Bank geschickt. Der Schiedsrichter bemerkte den Betrug aber.

Ebenso sah er, dass Mats Trygg nur anderthalb Minuten später seinen Schläger mit zwei saftigen Hieben auf der Bank zertrümmerte – die nächste Disziplinarstrafe. 131 Sekunden vor dem Ende legte sich noch Chad Bassen mit PJ Fenton an, beide kassierten für ihre Prügelei je 14 Strafminuten. Simon Danner tütete dann noch zwei Sekunden vor dem Ende den hochverdienten siebten DEG-Sieg aus den vergangenen acht Spielen ein.


Eisbären Berlin - Krefeld Pinguine 2:4 (0:0, 0:1, 2:3). - Tore: 0:1 Kelly (20:30), 0:2 Verwey (43:06), 0:3 Verwey (44:05), 1:3 Regehr (50:05), 2:3 Felski (51:30), 2:4 Stephens (59:53). - Schiedsrichter: Oswald (Kaufbeuren). - Zuschauer: 13.800. - Strafminuten: Berlin 8 - Krefeld 12

Kölner Haie - EHC München 5:6 n.P. (4:0, 1:3, 0:2, 0:0, 0:1). - Tore: 1:0 Lee (7:09), 2:0 Jaspers (9:26), 3:0 Sparre (13:57), 4:0 Ullmann (15:20), 4:1 Gyori (20:53), 4:2 Helms (24:00), 5:2 Hauner (28:20), 5:3 (Wrigley (33:21), 5:4 Adams (48:33), 5:5 Buchwieser (59:47), 5:6 Helms (Penalty). - Schiedsrichter: Jablukov (Berlin). - Zuschauer: 7500. - Strafminuten: Köln 2 - München 20

Straubing Tigers - Hannover Scorpions 1:3 (1:1, 0:2, 0:0). - Tore: 0:1 Mitchell (1:37), 1:1 Röthke (19:55), 1:2 Mitchell (29: 29), 1:3 Goc (30:23). - Schiedsrichter: Dahle (Berlin). - Zuschauer: 3733. - Strafminuten: Straubing 6 - Hannover 8

EHC Wolfsburg - ERC Ingolstadt 3:4 (1:0, 1:2, 1:1, 0:1). Tore: 1:0 Hospelt (13:14), 1:1 Schütz (27:15), 1:2 Ficenec (30:18), 2:2 Haskins (34:55), 2:3 St Jaques (51:35), 3:3 Milley (59:48), 3:4 Joe Motzko (Penalty). - Schiedsrichter: Aumüller (Planegg-Würmtal). - Zuschauer: 1879. - Strafminuten: Wolfsburg 16 - Ingolstadt 22

Augsburger Panther - Iserlohn Roosters 5:4 (2:2, 2:1, 1:1). - Tore: 1:0 Pielmeier (5:27), 1:1 Kavanagh (7:40), 2:1 Kohl (15:41), 2:2 Kavanagh (19:19), 3:2 Radja (22:17), 3:3 Joseph (22:43), 4:3 Flache (29:37), 4:4 Wolf (43:21), 5:4 D'Aversa (52:44). - Schiedsrichter: Schimm (Waldkraiburg). - Zuschauer: 2763. - Strafminuten: Augsburg 8 - Iserlohn 10

Quelle: sid/spo

 
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