DEG Metro Stars: Auch Kreutzer darf jetzt Urlaub machen
VON CHRISTIAN SPOLDERS - zuletzt aktualisiert: 10.02.2011 - 10:11Mittwochabend absolvierte Daniel Kreutzer sein – nach den aber nie ganz sicheren Rechnungen in der Eishockey-Welt – 195. Länderspiel für Deutschland. In Frankfurt stand das Duell mit Weißrussland an. Im Gegensatz zu den persönlichen Statistiken von Patrick Reimer und Simon Danner wird aber in den kommenden Tagen kein weiteres hinzukommen.
Während Reimer und Danner, Kreutzers Teamkameraden bei den DEG Metro Stars, noch zum Slovakia-Cup nach Bratislava reisen, ist für den 31-Jährigen eine kleine Pause angesagt. "Und die", sagt DEG-Trainer Jeff Tomlinson, "hat sich Daniel auch verdient."
Erst am Samstag bittet Tomlinson seine Mannschaft, Tabellenvierter in der Deutschen Eishockey Liga (DEL), wieder zum gemeinsamen Training an die Brehmstraße. Nach der Derby-Niederlage am vergangenen Sonntag in Köln standen eine lockere Einheit und ein Laktattest an, seit gestern haben die Spieler, die fit genug für die restlichen Partien der Hauptrunde sind, Urlaub. "Die Pause wird allen Jungs gut tun, um den Kopf freizubekommen", sagt der Coach. "Das ist unbedingt nötig."
Zumal es in diesem Kalenderjahr nicht so wirklich läuft bei der DEG. Neun Spiele absolvierte sie, nur eins (7:4 in Nürnberg) gewann sie nach regulärer Spielzeit, nach sieben Auftritten verließen die Metro Stars das Eis als Verlierer. Während die Krise zu Saisonbeginn eine des gesamten Kollektivs war, ist das Tief nun oft an einzelnen Spielern auszumachen.
Dabei hat nahezu jeder Akteur sein eigenes kleines Krisen-Köfferchen mit sich zu schleppen. Abwehrhüne Andy Hedlund erzielte während des Laufs, der die Düsseldorfer zwischen Mitte Oktober und Mitte Dezember vom vorletzten Platz bis an die DEL-Spitze spülte, alle seine zehn Saisontore in Überzahl – in den vergangenen 15 Partien schoss er kein einziges Tor. Top-Stürmer Rob Collins, der gerade wegen seiner Muskelverletzung in der Hüfte ausfällt und dessen Einsatz gegen die Eisbären Berlin (Mittwoch, 19.30 Uhr) fraglich ist, traf nur einmal in den vergangenen neun Spielen. Zudem muss er sich den Vorwurf gefallen lassen, dass er einer von sechs Spielern ist, die im Januar und Februar in keinem einzigen Spiel eine positive Plus-Minus-Wertung aufweisen, also nie bei mehr Treffern als Gegentoren auf dem Eis standen.
Zu dieser nicht gerade kleinen Gruppe gehören außerdem die allerdings nicht sonderlich häufig eingesetzten Marco Nowak (Verteidiger) und Angreifer Diego Hofland sowie das Defensiv-Duo Sasha Pokulok/Marian Bazany, das sich insbesondere in Köln nicht mit Ruhm bekleckerte, und erneut Andy Hedlund. Auch ihnen wird die Pause gut tun.
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