DEG: Auch Schneider verlässt DEG
VON GIANNI COSTA - zuletzt aktualisiert: 08.02.2007 - 00:41Bei den Metro Stars wird kräftig ausgemistet Manager Lance Nethery hat sich mit Stürmer Andy Schneider auf die Auflösung seines Vertrags zum Saisonende geeinigt. Auch Nils Antons, Benjamin Barz und David Cullen müssen gehen.
Irgendwie war es wohl die ganze Zeit ein großes Missverständnis. Andrew Schneider und die DEG Metro Stars eine Liaison, bei der es in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) nie so richtig funkte. Der Kanadier erfüllte zu selten die Erwartungen, dafür kassierte er allerdings viel Geld. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmte schon lange nicht mehr. Manager Lance Nethery hat nun die Reißleine gezogen und mit dem 34-Jährigen eine Auflösung seines Kontrakts vereinbart. Dem Vernehmen muss der Verein sogar nur einen bescheidenen Betrag als Ausgleich an Schneider zahlen. Denn der ist bereits bei einem anderen Verein untergekommen. Ab der kommenden Spielzeit bezieht er seinen Lohn beim EC Klagenfurt in der österreichischen Liga.
„Es ist wohl besser so für beide Seiten. Es hat nicht mehr so gut gepasst”, sagt Nethery. „Das Ganze war für uns nicht teuer.” Derzeit weilt Lance Nethery in Kanada. In Toronto, im Haus seiner erst vor kurzem verstorbenen Mutter. Ein Ort des Umbruchs für ihn. Ein Ort, von dem er aus telefonisch über die Umbrüche bei den Metro Stars informiert. Denn nicht nur Andy Schneider spielt künftig keine Rolle mehr in seinen Planungen. Wie die RP bereits gestern berichtete, werden auch die Verträge mit Benjamin Barz, Nils Antons sowie David Cullen nicht verlängert. Über die Berufsaussichten von Barz kann zurzeit nur gerätselt werden. Antons dagegen wird seine Karriere beenden und vermutlich in Nordamerika sein Studium wieder aufnehmen. Cullen will auf jeden Fall in Europa bleiben. Der Abgang von Thomas Jörg stand ja schon etwas länger fest. Gemunkelt wird über einen Wechsel zu den Hannover Scorpions.
„Von David Cullen hatte ich mir einfach mehr erwartet”, bekundet Nethery. „In den anderen Fällen hat es ebenfalls nicht so gepasst, wie ich es mir vorgestellt habe. Wir wollen künftig auf viele junge deutsche Spieler setzen.” Dass er bereits jetzt vielen Angestellten mitteilt, dass sie gehen müssen, hält Nethery für kein Problem. „Ich stehe nicht so auf diese Geheimniskrämerei. Jetzt wissen doch alle woran sie sind”, bekundet der Manager. „Sie haben jetzt die Möglichkeit, sich für neue Vereine zu empfehlen. Die werden bis zum letzten Spiel kämpfen.” Bei Antons und Schneider sieht es mit dem Bewerbungsdruck etwas anders aus. Bei ihnen hofft Nethery auf eine professionelle Einstellung.
Damit sind die Personalentscheidungen noch längst nicht beendet. Weiter auf der Kippe stehen Jeff Panzer und Sean Brown. Eine Entscheidung über ihre Zukunft wird in den kommenden Tagen erwatet. Unglückliche Arbeitstage im Trikot der DEG Metro Stars: Andy Schneider verdient viel, leistet oft zu wenig. Foto: Storch
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