DEG: Bald nur noch Sternchen bei Metro Stars?
VON GIANNI COSTA - zuletzt aktualisiert: 13.12.2007 - 00:25An der Brehmstraße laufen zurzeit umfangreiche Umbaumaßnahmen. Dabei handelt es sich allerdings (noch) nicht um eine Reaktion auf die sportliche Talfahrt der Düsseldorfer EG in der Deutschen Eishockey Liga (DEL).
Die Gründe dafür sind ganz handfest. Die Geschäftsstelle des achtmaligen Deutschen Meisters und ein darunter liegender Kabinentrakt werden saniert. Bis zum Ende der Saison ziehen die Mitarbeiter deshalb wenige Meter weiter in die Räume über der zweiten Eisbahn.
Doch auch Manager Lance Nethery werkelt eifrig an Ideen für eine bessere Zukunft. Der aktuelle Leidensweg soll sich nicht noch einmal wiederholen. "Ich habe es noch nie erlebt, dass eine Mannschaft so unter ihren Möglichkeiten spielt", bekundet Nethery.
"Bei uns steht mittlerweile alles auf dem Prüfstand. Wir haben andere Erwartungen gehabt, die wurden bisher einfach nicht erfüllt. Ausreden helfen uns nicht weiter. Jeder muss noch härter für den Erfolg arbeiten." Es geht um die Zukunft etlicher Akteure bei der DEG. "Mein Telefon klingelt nicht ständig, weil irgendeiner einen neuen Vertrag will", sagt Nethery. "Die Spielerberater sind clever genug, um zu wissen, dass jetzt gerade nicht der beste Zeitpunkt für Verhandlungen ist."
Nethery erhöht den Druck auf die Profis. Niemand ist davon ausgenommen. "Jamie Wright, Brandon Reid, aber auch ein Tore Vikingstad muss zeigen, dass er nach wie vor zu den Leistungsträgern in der Liga zählt", sagt der Kanadier. Der finanzielle Spielraum bei möglichen Verpflichtungen zur kommenden Saison wird indes ob der momentanen Situation deutlich kleiner.
"Wir werden den Etat etwas reduzieren", bestätigt Nethery. "Die DEG muss eben etwas preiswerter werden. Unsere Ziele bleiben aber die gleichen. Wir wollen weiter oben mitspielen." Möglicherweise wird der Kader einfach etwas ausgedünnt, fallen einige Stellen in der Breite wieder weg.
Nach Möglichkeit realisieren will Nethery den Aufstieg mit der DEG II von der Regional- in die Oberliga. "Wenn sie gut genug sind, können sie aufsteigen", sagt er. Die Kosten für ein billiges Team liegen zwischen 600.000 und 800.000 Euro. In der Regionalliga fallen zurzeit etwa 300.000 Euro an. "Der Sprung ist schon gewaltig", sagt Lance Nethery. "Es macht aber Sinn." Noch bleibt Zeit für Gedankenspiele und Kalkulationen.
Zeit zum Nachdenken hat auch Charlie Stephens. Er wurde wegen seiner Matchstrafe in Hamburg für zwei Spiele gesperrt und muss eine Geldbuße von 600 Euro zahlen. Am Sonntag gegen Hannover kann er bereits wieder eingesetzt werden.
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