DEG Metro Stars: Bei Adam Courchaine ist der Knoten geplatzt
VON PATRICK SCHERER - zuletzt aktualisiert: 14.09.2010 - 09:16Die vergangenen Wochen waren ein Wechselbad der Gefühle für Adam Courchaine. Während der Vorbereitung war der Stürmer der DEG Metro Stars als zweiter Flügelspieler neben Tyler Beechey und Connor James gesetzt, doch nach den beiden Auftaktniederlagen in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) versetzte ihn sein Trainer Jeff Tomlinson vor dem Spiel gegen Mannheim in die vierte Reihe neben die Youngster Martin Hinterstocker und Diego Hofland – ein deutliches Zeichen von Unzufriedenheit mit dem Kanadier.
Der vorläufige Tiefpunkt für den 26-Jährigen kam im letzten Drittel gegen die Adler: Seine Reihe bekam kaum noch Eiszeit. Der Grund: Courchaine. "Adam hat seine Defensivaufgaben nicht gut genug erledigt. Es tat mir für die beiden jungen Spieler leid, aber ich konnte sie deshalb nicht mehr bringen", erklärte Tomlinson.
Allerdings wurde dann das vergangene Wochenende doch noch zum Glücksfall für den seit 2008 in Düsseldorf spielenden Angreifer. Beim Derby in Krefeld hatte Courchaine entscheidenden Anteil am knappen Sieg nach Verlängerung. Einmal hatte die DEG bereits einen Rückstand aufgeholt, doch Krefeld leistete erbitterten Widerstand und drehte die Partie erneut, bevor die Stunde des Kanadiers schlug. Erst glich der Kanadier mit einem abgefälschten Schuss zum 3:3 aus, bevor er 171 Sekunden später mit einem eiskalt abgeschlossenen Alleingang die zweite Führung der DEG herbeiführte.
"Das war wieder Adam Courchaine, wie wir ihn kennen", sagte Tomlinson, der das richtige Gespür bewies. Denn nach der Spieldauerstrafe gegen Beechey setzte er ausgerechnet den 26-Jährigen als Ersatzmann neben James und Evan Kaufmann in die dritte Reihe.
Nun hoffen sie bei den Verantwortlichen darauf, dass der Stürmer positive Energie aus diesen Erfolgserlebnissen mitnimmt. "Ich habe mich richtig für Adam gefreut. Er arbeitet sehr hart, um unser neues defensives System zu lernen. Er will es unbedingt schneller kapieren", sagte der Coach. Damit Courchaine möglichst schnell seine Verteidigungsschwäche ablegt, nimmt er Sonderunterricht bei Co-Trainer Tray Tuomie, der ihm in Videoanalysen die richtigen Laufwege beibringt. "Solange das Team gewinnt und glücklich ist, bin ich es auch", sagt Courchaine, dem die Versetzung in die vierte Reihe nicht egal ist, der damit aber leben kann: "Man muss es nehmen, wie es kommt. Am Ende musst du Gas geben, egal in welcher Reihe du gerade spielst."
Die Fans werden es gerne hören und darauf hoffen, dass Courchaines Knoten geplatzt ist.
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