DEG: Berlin fordert junge DEG
VON ANDRE SCHAHIDI - zuletzt aktualisiert: 25.09.2008 - 07:39Die Kopfschmerzen kommen erst im gegnerischen Drittel. Der Aufbau läuft super, der Puck wird sauber gespielt. Doch dann kommt nichts mehr. Zumindest keine Tore. Harold Kreis schaut nachdenklich drein.
Der Trainer der DEG ist nicht uneingeschränkt zufrieden mit den Leistungen, die sein Team in den bisherigen Saisonspielen der Deutschen Eishockey Liga abgeliefert hat.
Vor allem im Spiel nach vorn, dazu noch in numerischer Überzahl, sieht Kreis deutliches Entwicklungspotenzial. „Wir kommen gut in das Drittel rein“, sagt der Deutsch-Kanadier. So weit so gut. „Doch dann machen wir einfach zu wenig draus.
Das Powerplay stagniert.“ Klare Worte. Und deshalb wurde es vor dem Gastspiel der Eisbären Berlin im ISS Dome (Freitag, 19.30 Uhr) auch fleißig trainiert. Eine wichtige Rolle soll Daniel Kreutzer zukommen, der in das Überzahlspiel rückte. Er soll im „Slot“, also im Bereich direkt vor dem gegnerischen Tor, dank seiner ausgeprägten körperlichen Präsenz für Unruhe sorgen.
Es ist allerdings nicht nur das Offensivspiel, das nicht flüssig läuft. Auch die Abwehr ist von einer Sattelfestigkeit weit entfernt. „In Unterzahl werden wir regelrecht auseinandergepflückt“, sagt Kreis.
Und die kleinen Fehler, die passieren, führen auch zu dummen Gegentoren, wie am vergangenen Wochenende gegen Straubing, als die Niederbayern in den Schlussminuten aus einem 3:5 ein 5:5 machen konnten. „Sowas passiert“, sagt Kreis. „Vielleicht haben wir das Ganze ein wenig unterschätzt, Straubing hat solide gespielt.“
Gegen Berlin soll so etwas jedenfalls nicht passieren. „Für uns ist es ein Ansporn, gegen den Meister zu spielen“, sagt Kreis, der nicht erwartet, seine Spieler für dieses Match besonders motivieren zu müssen. „Wir müssen mit der gleichen Leidenschaft antreten, mit der wir auch gegen Straubing gespielt haben“, sagt Kreis.
„Nur mit einer geringeren Fehlerquote.“ Der Trainer erwartet, dass die Eisbären sein junges Team fordern werden. „Und das tut uns gut“, sagt er. „Daran können wir uns hochziehen.“ Sollten sie auch. Denn im Gegensatz zu Straubing wird der Meister jeden noch so kleinen Fehler der Metro Stars aufdecken.
Nicht dabei wird am kommenden Wochenende Fabio Carciola sein. Der Stürmer hat noch Probleme mit den Weisheitszähnen. Auch der Einsatz von Korbinian Holzer, der sich im NHL-Trainingscamp verletzte, ist noch fraglich. Marian Bazany ist dafür wieder fit, hat bereits wieder mittrainiert. Manager Lance Nethery erwartet seinen Auftritt auch schon für Freitag.
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