DEG Metro Stars: Collins in Derby-Stimmung
VON CHRISTIAN SPOLDERS - zuletzt aktualisiert: 05.02.2011 - 11:59Der Angreifer der DEG Metro Stars freut sich auf das Spiel bei den Kölner Haien (Sonntag, 19.05 Uhr). Trainer Jeff Tomlinson hat während seiner Eishockey-Karriere in Berlin selbst einige Traditions-Duelle mitgemacht.
Jeff Tomlinson kennt dieses Gefühl. "Wenn du morgens aufstehst, dann hast du schon dieses Feeling, dass es ein besonderer Tag ist", sagt er. "Und wenn du dann in die Halle kommst, dann bemerkst du direkt, dass die Stimmung eine ganz andere als bei allen anderen Eishockey-Spielen ist."
Tomlinson, Trainer der DEG Metro Stars, hat diese Spiele selbst als Aktiver mitgemacht: Derbys. Und das in Berlin gleich für beide Teams, die Capitals und die Eisbären. In dieser Saison ist der 40-Jährige erstmals bei einem ähnlich brisanten Duell am Rhein dabei. Morgen (19.05 Uhr, Köln-Arena) steht das dritte Mal in dieser Spielzeit die Partie zwischen den Kölner Haien und den Metro Stars an.
"Ich lass' die Jungs bei solchen Spielen einfach mitfiebern", sagt Tomlinson. Lediglich wenn er das Gefühl hat, dass seine Mannschaft eine Auszeit braucht, dann bremst er sie. "Manchmal muss man die Spieler ein bisschen beruhigen." Der Deutsch-Kanadier erinnert sich an seine Derbys. In Berlin machte er insgesamt zwölf mit. In den Play-offs der Saison 1996/97 scheiterte er mit den Capitals, bei denen er ein Intermezzo gab, mit nur einem Sieg aus vier Spielen am großen Nachbarn. Besser lief es im Dress der Eisbären, mit denen er immerhin vier von acht Hauptrunden-Duellen zwischen 2000 und 2002 gewann. Bei zwei Siegen steuerte der ehemalige Stürmer zudem je einen Treffer bei.
Als Trainer bleibt ihm nun nur noch der Platz an der Bande – im Gegensatz zu Rob Collins. Der Center wird "zu hundert Prozent fit sein", wie Tomlinson sagt, nachdem dem Angreifer unter der Woche der Hüftbeugemuskel zwickte. Diego Hofland (Leistenprobleme) und Marco Nowak (Gelenkkapselriss in der Schulter) werden aber definitiv ausfallen.
Ein Derby wie das gegen Köln (es wird das 190., von denen die DEG 85 gewann und 93 verlor) lässt sich ein Mann wie Collins jedoch nicht entgehen. "Ich kenne den Ursprung der Rivalität nicht", sagt der 32-Jährige. "Aber als ich vor viereinhalb Jahren nach Düsseldorf gekommen bin, habe ich mir sagen lassen, wie wichtig das Spiel für die Stadt und die Fans ist." Da passt es gut, dass die Mini-Krise mit sechs Niederlagen in Folge in Nürnberg zuende ging. "Diesen Sieg haben wir gebraucht, um uns zu befreien", sagt Collins.
Ein Selbstläufer wird das Spiel in Köln allein deswegen aber nicht. "Wir müssen konstant Druck machen, dabei aber geduldig bleiben", erklärt Tomlinson die heikle Mission in Köln. Seit Mitte November gewannen dort nur die Grizzly Adams Wolfsburg – und die Metro Stars. Auf Serien, ob positiv oder negativ, gibt der Trainer aber ohnehin nicht viel. "Wichtig ist, dass man in einem bestimmten Spiel die Leistung bringt", sagt er. Ein Derby ist sogar ein bisschen mehr als das.
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