DEG: Das Auf und Ab der DEG
VON GIANNI COSTA - zuletzt aktualisiert: 12.12.2007 - 08:20Nach dem Rauswurf von Trainer Slavomir Lener sollte bei den Metro Stars alles besser werden. Doch auch unter Lance Nethery herrscht Tristesse. Zu allem Überfluss hat sich Robert Dietrich erneut ein Bein gebrochen.
Die niederschmetternde Diagnose stand um kurz nach 17 Uhr gestern Nachmittag fest. Robert Dietrich hat sich erneut ein Bein gebrochen. Der 21-jährige Nationalspieler in Diensten der DEG Metro Stars fällt mindestens zwei Monate aus. Dietrich erlitt die Verletzung (Bruch im linken Unterschenkel) beim Training - er krachte unglücklich mit Marian Bazany auf der zweiten Eisbahn an der Brehmstraße zusammen.
Heute wird Dietrich in der Diakonie Kaiserswerth operiert. Bereits Anfang der Saison hatte sich der Verteidiger in der Deutschen Eishockey Liga das Sprunggelenk gebrochen und fehlte mehrere Wochen. Erst seit dem 28. Spieltag (1:4-Niederlage gegen Hannover) war er wieder im Kader der Düsseldorfer EG.
„Die schlechten Nachrichten nehmen kein Ende“, sagt Trainer-Manager Lance Nethery. „Doch so etwas darf für niemanden eine Ausrede sein. Die Leistungsträger müssen jetzt eben noch mehr arbeiten.“ Der Ausfall von Dietrich - er passt allzu gut in das Bild einer bislang absoluten „Seuchen-Saison“ für die DEG. Nach 31 von 56 Partien in der Qualifikation für die Playoffs schlittern die Rheinländer ihren Ansprüchen weiter hinterher.
Eine Trendwende ist nicht in Sicht. Die sollte mit dem Rauswurf von Slavomir Lener eintreten. Doch mittlerweile ist wohl auch dem letzten Optimisten die Erkenntnis gekommen, dass die Gründe für sportlichen Absturz nicht unmittelbar dem Tschechen anzulasten waren. Denn auch Manager Lance Nethery, der seit Anfang November quasi als Alleinherrscher an der Brehmstraße regiert, konnte das Ruder nicht herumreißen.
Auf ein, zwei passable Leistungen folgten wieder unterirdische Darbietungen seiner Akteure wie bei der 1:7-Klatsche in Straubing. Konstanz gibt es derzeit bei den Metro Stars nur im Aufstellen von Minusrekorden.
„Es hat ja nun wirklich auch der Letzte mitbekommen, dass es bei uns nicht rund läuft“, bekundet Angreifer Patrick Reimer. „Jetzt sind wir ganz am Boden. Vielleicht ist das der richtige Zeitpunkt, damit wir uns alle Gedanken machen, was wir erreichen wollen. Wir müssen weiter nach vorne gucken und das Pech vom Schläger bekommen.“ Gerade am Gemeinschaftsgeist mangelte es indes merklich. Und auch Nethery macht nicht den Eindruck, als ob er seine Sternchen auf dem Eis immer erreichen würde.
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