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DEG: DEG enttäuscht in Krefeld

VON ANDRÉ SCHAHIDI - zuletzt aktualisiert: 22.09.2007 - 08:39

Die Pinguine boten gegen die DEG vor 5536 Zuschauern nicht allzu viel, aber es reichte. Das Derby der Deutschen Eishockey Liga ging mit 3:2 nach Verlängerung an die biederen Krefelder.

Das Derby der Deutschen Eishockey Liga ging mit 3:2 nach Verlängerung an die biederen Krefelder. Foto: RPO
Das Derby der Deutschen Eishockey Liga ging mit 3:2 nach Verlängerung an die biederen Krefelder. Foto: RPO

Schon vor der Partie schrillten die ersten Alarmglocken. Bei einem Düsseldorfer BMW mit dem Kennzeichen D-JS, so verkündete Stadionsprecher Christian Lachmann, schelle minutenlang die Alarmanlage. Es war das Auto von DEG-Aufsichtsratschef Joachim Suhr. Das Schrillen der Diebstahlsicherung konnte man getrost auf die Leistung der Metro Stars übertragen, die beim Gastspiel in Krefeld nur selten auf Hochtouren kamen. Die Strafe folgte auf dem Fuße: Die Düsseldorfer verloren letztlich verdient 2:3 (0:1, 2:1, 0:0; 0:1) nach Verlängerung.

Was die 5536 Zuschauer im König-Palast geboten bekamen, war von hochklassiger Eishockeykost meilenweit entfernt. Die DEG ließ den biederen Krefeldern vor allem im ersten Drittel viel zu viel Platz. Was im 1:0 für den KEV resultierte - Jamie Storr und Darren van Impe sahen bei Piettas Treffer aber nicht gut aus. Zuvor gab es die erste Aufregung auf anderer Seite: Rob Collins hatte nach einer der wenigen schönen Kombinationen getroffen, doch Schiedsrichter Daniel Piechaczek erkannte den Treffer nach Videobeweis nicht an: Das Tor war wohl verschoben. Dennoch war der Rückstand überflüssig. Erneut Collins, Jeff Panzer und Brandon Reid scheiterten jeweils freistehend vor KEV-Keeper Reto Pavoni.

Anfang des Mitteldrittels zunächst der Schock. Verteidiger Robert Dietrich blieb ohne Einwirkung des Gegners verletzt liegen, kehrte im weiteren Spielverlauf nicht mehr auf das Eis zurück. Dabei hätten ihn die Metro Stars brauchen können. Trotz des Ausgleichs durch Fabio Carciola schwammen die Metro Stars in der Abwehr gehörig. Torhüter Storr hielt die Mannschaft bei einigen Krefelder Großchancen in der Partie. Beim Hammer durch Daniel Kunce von halblinks war der Kanadier jedoch machtlos.

Es hat den Anschein, als fehle den Metro Stars noch die Abstimmung. Pässe gingen verdächtig oft ins Leere, in Überzahl präsentierte sich die Mannschaft von Trainer Slavomir Lener in grausamer Verfassung. Immerhin, einmal sprang etwas Zählbares heraus. Einen Schlagschuss von Robert Kantor staubte Rob Collins zum erneuten Ausgleich ab.

Fünf Minuten vor dem Ende einer immer schwächer werdenden Partie mit nur wenigen Chancen auf beiden Seiten hatte Krefelds Roland Verwey den Siegtreffer auf dem Schläger, doch er scheiterte mit seinem Alleingang an Storr. Die Verlängerung musste die Entscheidung bringen. Und diese fiel 31 Sekunden vor Ablauf gegen die viel zu passiven Gäste. Nach Vorarbeit von Alexander Selivanov und Jan Alinc staubte Daniel Kunce fast ungehindert zum 3:2 für Krefeld ab.


 
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