DEG Metro Stars: DEG erkämpft sich spektakulären Sieg gegen Mannheim
VON PATRICK SCHERER - zuletzt aktualisiert: 01.11.2011 - 20:30DEG Metro Stars (RP). Spiele zwischen den DEG Metro Stars und den Adler Mannheim sind echte Eishockey-Leckerbissen in dieser Saison: Enge Spielstände, harte Zweikämpfe, viele Tore und viele Emotionen.
Nach der unglücklichen 6:8-Niederlage in Mannheim erkämpfte sich die Mannschaft von Trainer Jeff Tomlinson vor 4419 Zuschauern im Dome einen 5:4-Sieg. Im Schlussdrittel kippte die Partie gleich doppelt. Man merkte der DEG an, dass sie auf Wiedergutmachung für die bittere Schlappe beim Tabellenletzten Nürnberg zwei Tage zuvor aus war.
Den schwungvollen Beginn krönte der bisherige Torschütze vom Dienst im Angriff der Hausherren, Adam Courchaine, mit der Führung. Die DEG verpasste es danach aber ihre zwischenzeitige Überlegenheit in weitere Treffer umzumünzen. Nachdem Mannheim bereits eine Überzahlgelegenheit ohne echte Torchance verstreichen ließ, unterboten die Düsseldorfer ihrerseits diese schwache Leistung und kassierte mit einem Mann mehr auf dem Eis den Ausgleich durch den Ex-DEG-Akteur Craig MacDonald.
Im Mittelabschnitt kam die Tomlinson-Truppe erneut besser ins Spiel und zeigte nun, dass sie ein Powerplay auch zu ihren Gunsten nutzen kann: Andy Hedlund, in üblicher Manier per Schlagschuss, besorgte das 2:1 nach Zuspiel von Kapitän Daniel Kreutzer. Auch Mannheim war nun bemüht zu zeigen, dass ein Mann mehr auf dem Eis von Vorteil ist: Yanick Lehoux hämmerte das Spielgerät aber nur an die Latte. Aluminium verhinderte auch kurz später die Zwei-Tore-Führung für die DEG. Tyler Beechey hatte Pech mit seinem Pfostentreffer. Im direkten Gegenzug markierte Christoph Ullmann den erneuten Ausgleich. Beim lockeren Handgelenkschuss des Ex-Kölners übernahm die Verteidigung der Gastgeber nur die Rolle von Statisten und ließ Bobby Goepfert im Tor im Stich.
DEG – Mannheim 5:4 (1:1, 2:1, 2:2)
DEG: Goepfert (Aubin) – Roach, Hedlund; Dinger Holland; Nowak, Bazany – James, Courchaine, Ulmer; Gordon, Beechey, Hinterstocker; Kreutzer, Kaufmann, Reimer; Fischbuch, Danner.
Tore: 1:0 (2:50) Courchaine (Ulmer); 1:1 (17:06) MacDonald (Arendt, Kettemer; 4-5); 2:1 (21:30) Hedlund (Kreutzer, Roach; 5-3); 2:2 (37:10) Ullmann (Magowan, Mitchell); 3:2 (39:26) Beechey (Gordon, Danner); 3:3 (43:52) Mitchell (Reul); 3:4 (47:51) MacDonald (Magowan, Arendt); 4:4 (49:31) Nowak; 5:4 (53:42) Kaufmann (Kreutzer).
Strafminuten: DEG 8, Mannheim 12 + 10 Plachta. Schiedsrichter: Piechaczek (Finning), Schukies (Herne).
Zuschauer: 4419.
Doch 34 Sekunden vor dem Drittelende markierte Beechey endlich seinen ersten Saisontreffer und sorgte damit dafür, dass die Hausherren einen Vorsprung mit in die letzten 20 Minuten nahmen. Dieser schmolz aber schneller als gewünscht und zehn Minuten vor dem Ende der Partie ging Mannheim sogar mit 4:3 in Führung. Bei beiden Gegentoren sah Goepfert nicht gut aus. Erst überwand ihn Adam Mitchell über die Fanghand, dann bediente der DEG-Torhüter unfreiwillig Ronny Arendt, der den Puck weiterleitete. MacDonald hielt seinen Schläger in den Schuss von Michael Glumac und der Puck glitt durch Goepferts Schoner – Rückstand.
Wer nun dachte, die DEG ergebe sich ihrem Schicksal und der Niederlage, sah sich getäuscht: Marco Nowak, der in den vergangenen Partien sehr solide verteidigte, avancierte auch offensiv zum starken Mann und markierte 100 Sekunden nach dem 3:4 eiskalt den Ausgleich. Doch damit nicht genug: Evan Kaufmann verwandelte den Dome mit seinem trockenen Schuss zum 5:4 in einen Hexenkessel. Ein wichtiger Sieg (der fünfte in den vergangenen sechs Partien) für die DEG, die damit wieder bewiesen hat, trotz des schlechten Tabellenplatzes auch mit den Top-Teams der Liga mithalten zu können.
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