DEG: DEG fehlt noch ein Sieg
VON GIANNI COSTA UND ANDRE SCHAHIDI - zuletzt aktualisiert: 24.03.2008 - 22:51Die letzten Sekunden werden kollektiv heruntergezählt. „3, 2, 1” Riesenjubel im ISS Dome. Sieg drei ist unter Dach und Fach. Die Düsseldorfer EG steht mit einem Bein im Halbfinale. Nach dem 6:3 (3:0, 1:2, 2:1)-Erfolg des Außenseiters gegen die Nürnberg Ice Tigers steht es in der „best of seven”-Serie 3:1 für die Rheinländer.
Es fehlt noch ein Erfolg. Doch Trainer Lance Nethery mahnt: „Wir sind nicht durch.”In Nürnberg müht man sich derweil nach Kräften, der DEG nun die Favoritenrolle in die Schuhe zu schieben. „Sie brauchen noch einen Sieg”, sagt Trainer Benoit Laporte. Nun stehen die Düsseldorfer unter Druck.” Mit der Bürde des Favoriten können die Franken offensichtlich nicht umgehen.
Die Nerven liegen blank. Symbolisch dafür steht Laportes schauspielerische Einlage auf der Bank, als er eine Schiedsrichterentscheidung mit einem Handtuchwurf kommentierte. Die Aufgabe? „Davon ist keine Rede, ich wollte nur meinen Unmut kundtun”, betont Laporte.
Kurz vorher erlebt der Nürnberger Trainer, wie seine Schützlinge aufgrund vieler Undiszipliniertheiten auf die Strafbank wandern. Die DEG schlägt daraus frühzeitig und konsequent Kapital. Rob Collins‘ Abstauber, ein Hammer von Andy Hedlund sowie eine feine Kombination zwischen Jeff Panzer und Fabio Carciola sorgen für eine 3:0-Führung. Doch die Tiger kämpfen zurück, holen zwei Tore auf.
Die DEG wächst offensichtlich an ihren Aufgaben. Sie wankt zwar kurz, doch fällt, im Gegensatz zum ersten Spiel in Hannover, nicht um. Jeff Panzers trockener Handgelenkschuss in den Winkel wirkt ungemein beruhigend. Der Treffer spricht für das neue Selbstvertrauen der Metro Stars: Sie kämpfen, sie sind diszipliniert, das Powerplay funktioniert. Keine Reihe sticht so wirklich heraus, doch alle Linien funktionieren. Lance Nethery lässt konsequent auch die vierte Formation spielen.
Es sind diesmal die Routiniers, die die Partie entschieden. Daniel Kreutzers Fingerkuppe wird von einem Stockschlag fast abgetrennt und muss angenäht werden. Kurz darauf schlägt sein Schuss im hinteren Torgestänge ein. Jeff Panzer fälscht wunderschön zum sechsten Treffer ab. Am Ende steht der Sieg und Nürnberg kurz vor der zweifelhaften Ehre, als erster Tabellenführer der Play-off-Geschichte im Viertelfinale auszuscheiden.
Reid vor Verlängerung
DEG-Torjäger Brandon Reid steht nach Informationen der Rheinischen Post offensichtlich kurz vor einer Vertragsverlängerung. Offiziell bestätigen wollte das DEG-Manager Lance Nethery indes noch nicht. Es seien, so Nethery, noch ein paar finanzielle Fragen zu klären. Reid hat vor allem durch starke Auftritte in den Play-offs Werbung in eigener Sache betrieben.
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