DEG: DEG freut sich auf Harrington
VON GEORG AMEND - zuletzt aktualisiert: 06.08.2008 - 08:05Der neue Verteidiger der MetroStars landete gestern früh in Düsseldorf. Der 26-Jährige freut sich auf Deutschland und hat große Ziele: die Deutsche Eishockey-Meisterschaft zu gewinnen.
Chris Harrington hat einen solchen Empfang nicht erwartet. Etwas schüchtern steht der neue Verteidiger der DEG Metro Stars in der Ankunftshalle des Düsseldorfer Flughafens und posiert mit Manager Lance Nethery und Cheerleaderin Vanessa für die Kameras. Während Nethery, der morgens schon „zehn Kilometer laufen“ war, sich eines der 28 Kilogramm schweren Gepäckstücke seines Spielers über die Schulter wirft, stellt sich Harrington erst einmal höflich der Cheerleaderin vor: „Hi, ich bin Chris“, sagt er auf Englisch.
"Wir werden sehen"
Eine Freundin hat er übrigens auch in den USA nicht. Die Frage, ob er hier wohl eine suchen werde, beantwortet er lächelnd mit: „Wir werden sehen.“ Ein bisschen müde sei er schon, verrät der 26-Jährige - kein Wunder, nach 18 Stunden Flug von Minneapolis über Frankfurt nach Düsseldorf. „Es können auch 15 Stunden gewesen sein. So genau weiß ich das jetzt nicht“, sagt Harrington, der sich den Flug mit Schlafen, Filmen und Kreuzworträtseln vertrieben hat.
Hellwach wurde er dann, als er über Deutschland flog: „Ich habe mir die Landschaft angeguckt, Das ist schon anders als in Minneapolis. Da hat man mehr Gebäude, hier viel mehr Bäume. Es sieht hier schöner aus“, beschreibt Harrington. Es ist allerdings bereits sein zweiter Aufenthalt in Deutschland: Mit 19 Jahren spielte er ein Turnier in Füssen.
"Aufgeregt und nervös"
Das hat ihm aber nicht gereicht. Sein Vater John, der ihm übrigens das Rückwärtsfahren auf den Schlittschuhen beigebracht hat, habe ihm immer von seiner Zeit in der Schweiz vorgeschwärmt. Daher habe er mehr von Europa sehen wollen und sei „aufgeregt und nervös“ gewesen, nach Deutschland zu kommen: „Ich wollte gerne nach Europa und ich denke, das hier ist sicherlich eine der stärksten Ligen Europas.“
Von seinen neuen Teamkollegen kennt er bereits Evan Kaufmann, mit dem er an der Universität Minnesota zusammen spielte, sowie Shane Joseph, Ryan Caldwell und Andy Hedlund - diese drei jedoch nur als Gegner. „Wir haben im Sommer schon viel miteinander gesprochen und ich glaube, vom Papier her haben wir eine starke Mannschaft. Wenn jetzt noch die Chemie stimmt, wird es eine gute Saison für die DEG.“ Als Ziel gibt er an: „Die Meisterschaft muss jedes Mal das Ziel sein, wenn du spielst.“ Chris Harrington ist nicht nur höflich, sondern auch bereit für die neue Aufgabe.
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