Metro Stars: DEG geht mit Sieg in die Pause
VON GEORG AMEND - zuletzt aktualisiert: 08.11.2010 - 09:06Kurz vor dem Deutschland-Cup bezwingen die Metro Stars in der Deutschen Eishockey Liga die Hamburg Freezers mit 5:1. Torschütze Patrick Reimer wird beim Turnier in München im Nationalteam spielen.
Um 20.21 Uhr war es am Sonntag soweit: Die DEG Metro Stars sind wieder die offensivstärkste Mannschaft der Deutschen Eishockey Liga. Andy Hedlund sorgte mit seinem zweiten Tor für den 67. Saisontreffer, der die Düsseldorfer in der Offensivstatistik wieder vor den EHC München schob. Gleichzeitig war dieser 3:0-Zwischenstand beim 5:1 (2:0, 2:1, 1:0)-Heimsieg der DEG über die Hamburg Freezers Hedlunds siebter Saisontreffer im 19. Spiel – in Mannheim hatte er im Vorjahr nur sechsmal in 54 Partien getroffen.
Gestern lief aber von Anfang an alles richtig schön einfach: Patrick Reimer schoss auf Hamburgs Torwart Marc Lamothe, der das Geschoss genau auf den von der Bank startenden Adam Courchaine spielte. Der Stürmer hielt humorlos drauf – drin, nach 100 Sekunden.
Ebenso trocken, nur mit noch mehr Tempo, katapultierte nach knapp 13 Minuten Hedlund den Puck in die Maschen, bevor es ihm bei seinem zweiten Treffer schön leicht gemacht wurde. Zu leicht – denn die Hausherren erlaubten den Gästen nun, besser in die Partie zu kommen, was erst in einem Pfostenschuss von Niklas Treutle und dann im ersten Gegentor durch Jason King gipfelte.
Hamburg machte sich aber das kurze Aufbäumen wieder selbst kaputt: Brett Engelhardt kassierte eine Strafe, und nur 34 Sekunden später nutzten die Metro Stars ihre dritte von vier Überzahlsituationen: Reimer war im Verbund mit Kapitän Daniel Kreutzer erfolgreich. Das gefiel auch Uwe Krupp: "Patrick ist einer, der Tore schießen kann. Er bekommt seine Chance beim Deutschland-Cup", sagte der Bundestrainer, der den Düsseldorfer so für die Länderspiele am Wochenende fest nominiert hat. Reimer gab das Lob weiter: "Wir haben das System von Jeff jetzt gut verinnerlicht. Wir wollten Hamburgs Defensive von Anfang an unter Druck zu setzen. Das hat ganz gut geklappt."
Sicher, die Spieldauerstrafe gegen Aleksander Polaczek, der Martin Hinterstocker in die Bande checkte, musste man nicht zwingend geben. Die beiden Disziplinarstrafen im Mitteldrittel waren dagegen völlig berechtigt: Erst meckerte Joey Tenute Schiedsrichter Daniel Piechaczek an und besaß dann noch die Unverfrorenheit, die Unparteiischen täuschen zu wollen: Weil Garrett die Nummer 14 und Tenute die 41 trägt, wurde erst Garrett zum Absitzen der Zehn-Minuten-Strafe zur Bank geschickt. Der Schiedsrichter bemerkte den Betrug aber.
Ebenso sah er, dass Mats Trygg seinen Schläger auf der Bank zertrümmerte – die nächste Disziplinarstrafe. 131 Sekunden vor dem Ende legte sich noch Chad Bassen mit PJ Fenton an, beide kassierten je 14 Strafminuten. Simon Danner tütete dann zwei Sekunden vor dem Ende den hochverdienten siebten DEG-Sieg aus den vergangenen acht Spielen ein.
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