DEG Metro Stars: DEG hat nichts zu verschenken
VON BERND JOLITZ - zuletzt aktualisiert: 02.09.2010 - 08:42Morgen beginnt mit dem Spiel bei den Iserlohn Roosters (19.30 Uhr) die Saison in der Deutschen Eishockey Liga. Manager Nethery erwartet mehr Konstanz als im Vorjahr – und Trainer Tomlinson setzt weiter auf die Jugend.
Die Vorbereitung ist vorbei – ab morgen fliegen die Pucks wieder über die Eisflächen der Deutschen Eishockey Liga. "Und ich bin sehr froh darüber", sagt Jeff Tomlinson, Cheftrainer der DEG Metro Stars. "Auch die Spieler freuen sich, dass das Trainingscamp endlich beendet ist und es richtig losgeht." Der Kanadier erwartet am Freitag bei den Iserlohn Roosters (19.30 Uhr) gleich einen heißen Auftakt. "In Iserlohn gewinnst du nie, nur weil du schön Eishockey spielst", meint Tomlinson. "Nur wenn wir härter arbeiten als die Roosters, werden wir gewinnen. Das ist genau der richtige Einstieg in eine Saison."
Gleich bei seinem Debüt als Cheftrainer – bislang arbeitete der 40-Jährige ja als Assistenzcoach bei den Eisbären Berlin – will Tomlinson unter Beweis stellen, dass sein Vertrauen in den Nachwuchs nicht nur ein Lippenbekenntnis war. "Unsere jungen Leute haben in der Vorbereitung eine gute Rolle gespielt, vor allem im Penaltykilling", erklärt er. "Sie haben einen sehr guten Job gemacht in den Testspielen, und genau dafür waren die Tests da. Es gibt genügend Eiszeit für alle."
Und wenn es in der Liga nun doch nicht laufen sollte? "Wer seinen Job nicht gut macht, kommt nicht aufs Eis", betont der Coach. "Das gilt für die Jungen ebenso wie für die Alten. Das ist nur fair." Dazu passt, dass die vierte Reihe keineswegs ausschließlich Defensivaufgaben erfüllen soll. "Unser System ist sehr aggressiv, das erfordert von allen ganz große Verantwortung für die Defensive", sagt Tomlinson. "Wenn wir da Fehler machen, sieht es ganz böse aus. Das gilt für die vierte Reihe, ganz genauso aber für die übrigen drei. Auch die vierte darf und soll Tore schießen."
Die Stimmung sei sehr gut, versichern Tomlinson und Manager Lance Nethery unisono. Wohl auch deshalb, weil die DEG ohne personelle Sorgen ins erste DEL-Wochenende gehen kann, das am Sonntag mit dem zweiten Auswärtsspiel bei den Hannover Scorpions (14.30 Uhr) abgerundet wird. Kapitän Daniel Kreutzer hat seine Bauchmuskelzerrung überstanden und ist ebenso mit von der Partie wie Torhüter Jean-Sébastien Aubin, den im letzten Test gegen Köln (3:4) noch Rückenschmerzen geplagt hatten. Als zweiten Keeper nimmt Tomlinson übrigens DEG-Eigengewächs Matthias Niederberger mit – ein weiterer Beweis dafür, dass er dem Nachwuchs viel zutraut.
Ein Saisonziel gibt die sportliche Leitung vor dem Auftakt nicht aus. "Die Liga ist dafür viel zu eng", meint Nethery, der allerdings einen großen Wunsch an sein Team hat: "Bloß nicht wieder Punkte verschenken! Ich hasse den Satz: ,Die Saison ist doch noch lang.' Die Punkte, die du am Anfang liegen lässt, sind nicht nur tödlich für die Tabelle, sondern auch sehr ungesund für die Zuschauerzahlen."
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