DEG: DEG im Tiger-Käfig
VON GIANNI COSTA - zuletzt aktualisiert: 03.04.2007 - 09:57Die Metro Stars gastieren am Dienstag (19.30 Uhr) zum zweiten Spiel im Play-off-Halbfinale in Nürnberg. Nach der Niederlage zum Auftakt im ISS Dome hoffen die Rheinländer auf eine schnelle Revanche.
Es muss wohl schon so einiges zusammen kommen, um Daniel Kreutzer seinen Optimismus zu rauben. Eine Niederlage zum Auftakt des Play-off-Halbfinales in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gegen Nürnberg gehört definitiv nicht dazu. Der Kapitän der DEG Metro Stars lässt zumindest nach außen keine Zweifel daran zu. „Wir haben über unseren Auftritt geredet, wir haben die Sache verdaut“, sagt der 26-Jährige. „Jetzt ist nicht die Zeit, um das große Grübeln anzufangen. Wir müssen positiv denken und die Nürnberger jetzt eben in ihrer eigenen Halle schlagen.“
Es war wie so oft in dieser Saison. Die DEG hatte irgendwie den Start verschlafen und lag trotzdem nach zwei Dritteln in Führung. Doch diesmal rächte sich das Minimalisten-Eishockey. Zwei Unachtsamkeiten und schon hatten die Franken das Spiel gedreht. „Auch diese Serie ist wieder verdammt eng“, bekundet Manager Lance Nethery. „Wenn wir weiterkommen wollen, dann müssen wir auf jeden Fall noch eine Portion härter arbeiten.“
Vielleicht kam also die Niederlage genau zur rechten Zeit. Vielleicht haben einige im Team die in der Vergangenheit etwas farblosen Nürnberger unterschätzt. Vielleicht haben einige den Wachmacher gebraucht. Vielleicht war die Pleite für den Teamgeist bei den DEG Metro Stars sogar ein Gewinn. Die Franken haben aus ihren Möglichkeiten alles ausgeschöpft - als Kollektiv bis zum Ende alles versucht und wurden dafür belohnt. So etwas ähnlich wie die Düsseldorfer in der Play-off-Serie 2006.
„Sie haben den glücklicheren Tag erwischt“, urteilt Kreutzer. „Unsere Mannschaft braucht sich vor keinem Gegner verstecken. Es sind im Eishockey oft Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachen. Wir müssen uns einfach auf unsere Stärken besinnen und Vollgas geben.“ Für Kreutzer ist das zurzeit gar nicht so leicht. Gegen Nürnberg setzte der Angreifer vor allem in der Defensive gute Akzente, im Sturm blieb er dagegen eher blass. „Ich war eigentlich ganz zufrieden“, sagt Kreutzer über Kreutzer. „Es kann mir ja auch nicht immer alles gelingen.“
Dafür hat er ja auch Mitspieler. Von denen sind alle fit. Einzig Nils Antons, der in den Play-offs richtig aufblüht, klagte über leichte Beschwerden. Er hatte sich bei einem Check am Sonntag seinen Schläger in den Magen gerammt. Bauchmuskel-Zerrung. Sein Einsatz heute ist aber nicht gefährdet.
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