Düsseldorfer EG: DEG kämpft Krefeld nieder
VON PATRICK SCHERER - zuletzt aktualisiert: 27.11.2009 - 23:25Mit 7:3 setzten sich die Düsseldorfer im Derby gegen den Tabellenletzten der Deutschen Eishockey Liga durch. Zwei Massenschlägereien im Schlussdrittel sorgten für insgesamt 181 Strafminuten und vier gesperrte Spieler.
„Tore in Unterzahl” lautet ein bekannter Schlachtruf im Eishockey-Sport. Gestern Abend gab es im Straßenbahnderby in der Deutschen EishockeyLiga (DEL) zwischen der Düsseldorfer EG und den Krefeld Pinguinen reichlich davon zu bestaunen. Beim 7:3 (2:0, 2:2, 3:1)-Sieg der DEG netzten gleich drei Akteure zwei auf Seiten der Hausherren und ein Krefelder mit einem Mann weniger auf dem Eis ein.
In einem hart geführten Schlussdrittel hagelte es nach zwei Massenschlägereien 142 Strafminuten. Dadurch fehlt der DEG morgen in Augsburg Kapitän Daniel Kreutzer und Stürmer Mark Murphy, die wie die KEV-Spieler Daniel Pietta und Herberts Vasiljevs je eine Spieldauerstrafe bekamen.
Auch schon vor dem Spiel gab es eine schlechte Nachricht für die DEG: Verteidiger Korbinian Holzer lag mit Grippe im Bett. Dafür war Chris Harrington nach seiner Daumen-OP wieder einsatzfähig und verstärkte die Abwehr. Die Düsseldorfer hatten dennoch anfangs Probleme, sich im gegnerischen Drittel festzusetzen, doch Craig MacDonald luchste in Unterzahl KEV-Stürmer Benedikt Schopper den Puck ab, blieb im Alleingang gegen Scott Langkow eiskalt und ließ die DEG-Fans unter den 7330 Zuschauern im ISS Dome das erste Mal jubeln. Ähnlich unbewacht durfte Adam Courchaine drei Minuten später erneut durchs gegnerische Drittel spazieren und das zweite Tor für die DEG markieren.
Im zweiten Durchgang erhöhte die DEG in zweifacher Überzahl durch Brandon Reid auf 3:0, doch Krefeld kam in Unterzahl zum Anschlusstor. Erst parierte der gewohnt souveräne DEG-Torhüter Jean-Sebastian Aubin stark gegen Daniel Pietta, doch eine halbe Minute später war Aubin beim Schuss von Allan Rourke machtlos. Ebenso beim Treffer des Ex-Düsseldorfers Charlie Stephens zum 2:3, doch Mark Murphy stellte zwölf Sekunden vor dem zweiten Ertönen der Sirene den alten Zwei-Tore-Vorsprung wieder her natürlich in Unterzahl.
Im Schlussabschnitt ging es dann hoch her. Vier Tore durch KEV-Stürmer Roland Verwey und die DEG-Spieler Harrington, Kreutzer und Evan Kaufmann zum 7:3-Endstand waren nur eine Randnotiz. Das Hauptaugenmerk zog Kreutzer auf sich, der im Eins-zu-Eins-Faustkampf Pietta dermaßen vermöbelte, dass dieser verletzt in die Kabine musste. Kreutzer musste allerdings mit einer Spieldauerstrafe hinterher.
Herberts Vasiljevs folgte den beiden nach einem Stockstich kurze Zeit später. Eine Massenkeilerei mit allen auf dem Eis befindlichen Akteuren, außer den Torhütern, in dessen Folge Murphy ebenfalls eine Spieldauerstrafe erhielt, bildete das unrühmliche Ende eines ansonsten erfreulichen DEG-Abends.
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