DEG: DEG krempelt die Ärmel hoch
VON PATRICK SCHERER - zuletzt aktualisiert: 04.02.2010 - 12:00Nach der Niederlage in Frankfurt kritisiert Harold Kreis, Trainer der Düsseldorfer EG, die Schiedsrichter der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Zudem fordert er mehr Einsatz von seinem gesamten Team.
Glück im Unglück hatte Chris Harrington. Der Verteidiger der DEG Metro Stars hat sich bei der 2:4-Niederlage in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) bei den Frankfurt Lions leicht verletzt. "Nur" eine Stauchung der Halswirbelsäule diagnostizierten die Ärzte am Tag nach dem üblen Check von Frankfurts Kapitän Jason Young. "Er hat starke Nacken- und Rückenschmerzen", sagt DEG-Trainer Harold Kreis. Der Einsatz von Harrington im Straßenbahnderby bei den Krefeld Pinguinen morgen Abend (19.30 Uhr) ist nahezu ausgeschlossen. "So wie es aussieht fällt er aus", erklärt Kreis.
Zwar hatten die Schiedsrichter in diesem Fall mit einer Matchstrafe gegen Young das richtige Strafmaß verhängt, dennoch macht Kreis seinem Ärger über die Unparteiischen Luft: "Dass wir kein Tor in den fünf Minuten Überzahl gemacht haben war entscheidend. Aber genau so entscheidend war auch die Strafzeit gegen Daniel Kreutzer, in der das Tor zum 3:2 für Frankfurt fällt", sagt der Coach erbost und ergänzt: "Das war keine Strafe, aber überhaupt keine." Grund für die Aufregung: Kapitän Kreutzer erhielt wegen angeblichen Halten des Stockes eine zweiminütige Strafzeit. Als sich der Stürmer darüber beschwerte bekam er von Hauptschiedsrichter Reik van Gameren zusätzlich eine persönliche zehnminütige Auszeit.
Am Rande des Fantalks am Mittowchabend wurde bekannt, dass die DEG den auslaufenden Vertrag mit Verteidiger Marian Bazany um zwei Jahre verlängert hat. Der 34-Jährige spielt seit 2005 für Düsseldorf.
Am Samstag findet am Flughafen eine Autogrammstunde mit Daniel Kreutzer sowie Jean-Sebastien Aubin und Mathias Lange statt.
Kreis fühlt sich in letzter Zeit ungerecht behandelt von den Männern in Schwarz-Weiß. "Wir haben jedes Spiel mit irgendwelchen Dingen zu kämpfen, für die die Spieler nicht verantwortlich sind. Das ist mit der Zeit etwas frustrierend", erklärt der 51-Jährige, der aber nicht generell die Unparteiischen für Niederlagen verantwortlich machen will: "Die Schiedsrichter sind nicht ausschlaggebend, aber in Frankfurt war es haarsträubend", sagt der Trainer.
Haarsträubend war auch der Fehlpass von Jason Holland vor dem 0:1. Kreis ließ den Verteidiger fortan auf der Bank schmoren und schenkte dem jungen Marco Nowak anstelle des deutschen Nationalspielers sein Vertrauen. "Marco hat seine Sache gut gemacht. Er war anfangs etwas nervös, aber nach ein paar Wechseln hat er einfach und gut gespielt. Er musste ja auch nichts spektakuläres machen, einfach nur den Puck am Gegner vorbei zum eigenen Mann bringen", erklärt Kreis. Zur Nominierung Hollands für Olympia durch Nationalcoach Uwe Krupp sagt der Coach: "Er hat sicher seine Gründe, warum er ihn mitnimmt."
Fest steht, gegen Krefeld muss das gesamte Team einen konzentrierteren und engagierteren Auftritt als in Frankfurt hinlegen. "Jetzt heißt es Ärmel hochkrempeln und freikämpfen", sagt Kreis, der die Gründe für die Niederlage klar aufdeckt: "Wir haben nicht genug gekämpft. Insgesamt muss man über 60 Minuten mehr tun um Spiele gegen solche Teams zu gewinnen."
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