DEG: DEG lässt zu viele Chancen aus
VON BERND JOLITZ - zuletzt aktualisiert: 29.11.2009 - 22:13Ungewöhnlich viel Rot-Weiß mischte sich am Sonntagabend in den Düsseldorfer Fanblock des Augsburger Curt-Frenzel-Eisstadions. Die Anhänger der DEG hatten zum Auswärtsspiel der Deutschen Eishockey Liga bei den Panthern Verstärkung von ihren Fortuna-Kollegen erhalten, die nach dem 2:2 des Fußball-Zweitligisten beim TSV 1860 München noch Lust auf mehr Profisport in Bayern hatten.
Ein Erfolgserlebnis gab es beim zweiten Versuch allerdings nicht zu feiern. Die Metro Stars gerieten wie Fortuna 0:2 in Rückstand, doch um deren Wende-Kunststück zu wiederholen, leisteten sie sich doch ein paar Strafzeiten zuviel. Am Ende hieß es aus Augsburger Sicht recht glücklich 3:1 (1:0, 1:1, 1:0).
Die heftigen Raufereien vom Freitagabend hatten im DEG-Kader ihre Spuren hinterlassen. Daniel Kreutzer und Mark Murphy waren nach ihren Spieldauer-Disziplinarstrafen gesperrt, so dass Trainer Harold Kreis ankündigte: "All die Zuschauer, die immer eine vierte Reihe gefordert haben, bekommen sie nun zu sehen. Wir müssen junge Spieler bringen."
Augsburger Panther - Düsseldorfer EG 3:1 (1:0, 1:1, 1:0)
Tore: 1:0 Olver (7:08), 2:0 James (32:54), 2:1 Collins (37:04), 1:0 Gordon (59:32)
Schiedsrichter: Hascher (Miesbach)
Zuschauer: 3291
Strafminuten: Augsburg 16 - Düsseldorf 20 plus 10 Disziplinar (Reimer) plus 10 Disziplinar (Harrington)
Und zumindest Marco Nowak durfte sich dann auch nicht über mangelnde Eiszeit beklagen. An der Seite von Evan Kaufmann und dem eben wiedergenesenen Brad Tutschek stürmte der Verteidiger in der dritten Angriffsformation. Die beiden übrigen bildeten Patrick Reimer, Rob Collins und Craig MacDonald sowie Shane Joseph, Brandon Reid und Adam Courchaine.
Nicht gerade die pralle Masse an Stürmern und dennoch gehörte die Anfangsphase ganz eindeutig den Gästen. In der vierten Minute traf Patrick Traverse in Überzahl den Pfosten, 180 Sekunden später hatte Nowak nach glänzender Vorarbeit von Chris Harrington die Führung auf dem Schläger. Angesichts weiterer guter Chancen war es ein schlechter Witz, dass das Tor auf der anderen Seite fiel: Darin Olver bestrafte die erste Unaufmerksamkeit der Metro Stars hart.
Den dezimierten Gästen hätte anschließend kaum etwas Schlimmeres passieren können als die Zehn-Minuten-Strafe gegen Patrick Reimer wegen Reklamierens. Nun durfte sogar Youngster Torsten Gries aufs Eis, und die DEG fightete unverdrossen weiter. Selbst, als die Panther auf 2:0 erhöhten, ließ die Kreis-Truppe nicht nach, und Rob Collins' Anschlusstor war der Lohn.
Ausgleichschancen gab's auch im Schlussdrittel in Hülle und Fülle, aber auch weiter dumme Strafzeiten. Der vierte Sieg in Serie war so nicht zu erringen erst recht nach Rhett Gordons 3:1 ins von Jean-Sebastién Aubin verlassene Gehäuse.
Einen ausführlichen Bericht über die restlichen Sonntagsspiele finden Sie hier.
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