DEG: DEG noch auf Formsuche
VON GIANNI COSTA - zuletzt aktualisiert: 28.09.2007 - 08:25Die Metro Stars gastieren am Freitag (19.30 Uhr) in Wolfsburg. In der Deutschen Eishockey Liga (DEL) kassierte das Team von Slavomir Lener zuletzt zwei Niederlagen. Doch der Trainer sieht noch keine Anzeichen für eine Krise.
Slavomir Lener redet in diesen Tagen viel. Vornehmlich mit seinen Spielern. Der Trainer der DEG Metro Stars ist um die Vermittlung seiner Eishockey-Philosophie bemüht. Einzelgespräche. Team-Sitzungen. Stundenlang berät er mit seinem Assistenten Mike Schmidt. Das taktische Konzept des Übungsleiters bietet seinen Schützlingen zurzeit offensichtlich noch zu viel Interpretationsspielraum.
So wirklich rund läuft es bei der DEG in dieser Saison noch nicht. Der achtmalige Deutsche Meister muss immerhin den Ausfall von gleich zwei Leistungsträgern verkraften. Kapitän Daniel Kreutzer (Pfeiffersches Drüsenfieber) und Tore Vikingstad (Schulterprobleme) haben sich immer noch nicht erholt. Freitag (19.30 Uhr) gastiert die DEG im Revier der „Bären“. Aus Wolfsburg will Lener unbedingt einen Sieg an den Rhein zurückbringen.
„Wir wissen, dass wir noch viel an uns arbeiten müssen“, sagt Lener. „Aber die Formkurve zeigt nach oben. Ich weiß, die Fans haben große Erwartungen. Doch sie müssen geduldig sein. Ein erfolgreiches Team kann man nicht über Nacht formen.“ Dazu braucht es Zeit, die Lener in der Vorbereitung bekommen hat. So macht er sich jetzt schon über das nächste Jahr Gedanken. „Es muss sich da einiges ändern. Wir wollen mindestens zehn Tage früher ins Training einsteigen“, sagt der Tscheche. „Vielleicht ist auch ein Trainingslager eine Option. Wir müssen einfach sehen, was uns am meisten bringt.“
In den vergangenen Trainingseinheiten wurde besonders am Powerplay und am Torabschluss gearbeitet. „Wir haben uns viele Chancen erarbeitet, aber nicht vernünftig abgeschlossen. Dann wird es natürlich in einer so engen Liga schwierig“, bekundet Lener. „Gerade unsere Schlüsselspieler müssen noch mehr Verantwortung übernehmen.“ Schlüsselspieler - bei Lener ein ziemlich weit gefasster Begriff. Denn auf Nachfrage zählt er fast den kompletten Kader auf.
Eine Art Welpenschutz haben nur die Nachwuchsspieler im Team. Typen wie Korbinian Holzer, der nach dem Ausfall von Nationalspieler Robert Dietrich zu den ersten sechs Verteidigern aufgestiegen ist. Routinier Henrik Hölscher pendelt zwischen der siebten Verteidigerposition und dem Angriff. Dort haben sich die Jungen ihren Platz erkämpft. Fabio Carciola, Peter Boon und Martin Hinterstocker bekommen viel Eiszeit.
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