DEG: DEG schlittert in die Krise
VON GIANNI COSTA - zuletzt aktualisiert: 16.12.2006 - 10:40Die Leidenszeit geht weiter. Die DEG hat in Hamburg ihr drittes Spiel hintereinander verloren. Gegen die Freezers unterlagen die Metro Stars in der Color-Line-Arena mit 4:5 (0:3, 3:1, 1:1). Nach einem schwachen Auftakt kämpften sie sich zwar noch einmal heran, doch die Wende gelang ihnen trotz vieler Großchancen im Schlussdrittel dennoch nicht.
Don Jackson hatte die Partie zuvor als Charaktertest für seine Mannschaft bezeichnet. Die Spieler selbst stellten sich in den ersten 20 Minuten ein vernichtendes Zeugnis aus. Wie ein aufgeschreckter Hühnerhaufen schlitterten sie übers Eis. Die Freezers zeigten sich zunächst noch etwas überrascht über so viele Freiheiten im gegnerischen Drittel. Doch ihre Scheu legten sie ziemlich schnell ab.
Francois Fortier nutzte eine 5:3-Überzahl zur Führung - Jamie Storr im Gehäuse der Rot-Gelben sah bei seinem Abwehrversuch nicht glücklich aus. Nur zwei Minuten später leistete sich David Cullen zum wiederholten Mal in dieser Saison einen folgenschweren Aussetzter. An der Mittellinie vertendelte er das Spielgerät, Hamburgs Kapitän Alexander Barta schlug eiskalt zu.
Es müssen deutliche Worte gewesen sein, die Trainer Jackson seinen Schützlingen vor dem zweiten Drittel mit auf den Weg gegeben hat. Zumindest gaben die Rheinländer nun Lebenszeichen von sich. Auch ohne den verletzten Tore Vikingstad (Schulterprellung). Es mag allerdings auch daran gelegen haben, dass Jackson selbst etwas nachbesserte. Im ersten Drittel ließ er noch Nils Antons neben Jeff Panzer und Charlie Stephens in der dritten Reihe stürmen. Ein, gelinde gesagt, etwas gewagtes taktisches Manöver. Gebracht hat es auf jeden Fall gar nichts. Später rückte Thomas Jörg für Antons vor. Der sorgte wenigstens für etwas Wirbel. Und siehe da, plötzlich kamen die Gäste zurück in die Partie.
Alexander Sulzer markierte den Anschlusstreffer, in Robert Dietrich steuerte ein weiterer Abwehrspieler einen Torerfolg zur Aufholjagd bei. Nicht nur bei diesen Schüssen präsentierte sich Freezers-Schlussmann Boris Rousson in erschreckend schwacher Form.
Danach entwickelte sich eine völlig verrückte Begegnung, geprägt von etlichen Fehlern auf beiden Seiten. Kein hochklassiges Spiel, dafür aber extrem spannend. Und nach dem Ausgleich durch Grand-Pierre gleich zu Beginn des Schlussabschnitts schien die DEG wieder zurück in der Partie. Doch von der Antwort durch Barta erholten sich die Metro Stars nicht - selbst fast zwei Minuten doppelte Überzahl blieben ungenutzt.
Für die DEG geht die Krise nun erst richtig los. Am Sonntag gastieren die Metro Stars bei den Augsburger Panthern.
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