DEG: DEG setzt auf Dietrich-Effekt
VON GIANNI COSTA - zuletzt aktualisiert: 11.08.2007 - 10:36Der 21-Jährige Robert Dietrich gilt als Paradebeispiel für die erfolgreiche Arbeit mit jungen deutschen Spielern. Binnen einen Jahres ist er zum Stammspieler gereift. Andere Talente sollen durch ihn an die Brehmstraße gelockt werden.
Der Bundestrainer hat es gleich gewusst. „Robert hat in Düsseldorf ein gutes Umfeld, hier kann er sich gut weiterentwickeln. Natürlich kann er irgendwann auch ein Kandidat für die Nationalmannschaft sein”, urteilte Uwe Krupp beim Besuch eines Spiels der DEG Metro Stars im Oktober vergangenen Jahres. Wenig später nominierte Krupp ihn für das DEB-Team.
Bis dahin hat Dietrich eine imposante Karriere hingelegt. Erst zwei Jahre zuvor hatten ihn die Metro Stars mit einer Förderlizenz als 18-Jährigen aus Crimmitschau verpflichtet.
In seiner ersten Saison kam der Verteidiger nur zu Kurzeinsätzen im Pokal, doch schon eine Spielzeit später war er plötzlich Stammkraft in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Die Adelung folgte dann in diesem Sommer, als ihn die Nashville Predators aus der nordamerikanischen Profiliga NHL mit einem Vorvertrag bedachten. Zunächst spielt Dietrich noch in Düsseldorf, aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis er endgültig wechselt. Vor ihm hat Alex Sulzer schon den Sprung in die Staaten geschafft ebenfalls ein Verteidiger, der sich in Düsseldorf durchsetzte.
Sulzer und Dietrich gelten als Paradebeispiele für die erfolgreiche Arbeit mit jungen deutschen Spielern. Ein Glücksfall für DEG-Manager Lance Nethery. „Eine bessere Werbung können wir nicht bekommen. Andere Talente sehen, was man bei uns erreichen kann”, sagt der Kanadier. „Das hilft mir in Verhandlungen unheimlich.”
Der Dietrich-Effekt die nächste Generation der Hoffnungsträger kommt jetzt aufs Eis. Dazu zählen Typen wie Torwart Jochen Reimer (21), Abwehrspieler Korbinian Holzer (19), die Offensivkräfte Peter Boon (22), Fabio Carciola (21) und Andre Schietzold (20). Sie alle gehören zum Kader der Metro Stars, besitzen aber noch zusätzlich eine Förderlizenz für die Moskitos Essen. „Jeder von den Jungs bekommt bei uns die Chance auf Einsätze”, betont Nethery. „Gerade nach den Ausfällen von Kreutzer und Vikingstad können sie versuchen, sich zu empfehlen.” Wer noch Zeit zur Entwicklung braucht, der bekommt diese durch Einsätze beim Kooperationspartner Essen.
Gegen die Moskitos bestreiten die Metro Stars morgen (16:30 Uhr, Eissporthalle am Westbahnhof) ihr erstes Testspiel in der Vorbereitung. Es ist eine gute Gelegenheit, um zu sehen, wie die Zugänge ohne Druck zusammen spielen. Die sportliche Aussagekraft ist eher gering. Das Team von Trainer Slavomir Lener trainiert erst seit einer Woche zusammen. „Ich bin trotzdem gespannt”, bekundet Lance Nethery. „Läuferisch und technisch haben wir uns auf jeden Fall deutlich verstärkt. Das müssen wir jetzt aber auch auf dem Eis zeigen.”
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