DEG Metro Stars: DEG siegt glanzlos
VON GEORG AMEND - zuletzt aktualisiert: 22.11.2010 - 09:22Gegen den ERC Ingolstadt errang der Eishockey-Erstligist einen wichtigen und hart erkämpften 3:2-Sieg. In der niveauarmen Partie scheiterte die DEG lange an ihrer Chancenverwertung, hatte jedoch das bessere Ende für sich.
Um es vorweg zu nehmen: Das erwärmendste gestern Abend war die Choreografie der Fans vor dem ersten Bully zwischen den DEG Metro Stars und dem ERC Ingolstadt in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Weder die enttäuschende Zuschauerzahl von nur 3674 Besuchern, noch das Spiel an sich waren dagegen dazu geschaffen, diesen Abend länger im Gedächtnis zu behalten.
Aus Chronistenpflicht sei erwähnt: Die DEG siegte 3:2 (1:0, 0:2, 2:0). Von Anfang an dauerte es etwas, bis das Spiel zumindest ein bisschen Fahrt aufnahm: Mark Murphy prüfte nach sechseinhalb Minuten erstmals Ian Gordon im Ingolstädter Tor, der Goalie war aber mit der Fanghand zur Stelle. Anschließend vereitelte Gordon noch gute Gelegenheiten von Daniel Kreutzer und Zugang Mark McCutcheon. Da musste schon der Überzahlschütze vom Dienst eingreifen, damit die Hausherren in Führung gingen: Andy Hedlund drosch in gewohnter Schussgewalt ein Zuspiel von Andy Roach in die Maschen. Connor James vergab im Anschluss die erste Riesenchance, als er den vor Gordon liegenden Puck nicht richtig traf, in eigener Unterzahl verschoss Patrick Reimer 35 Sekunden vor dem Ende des ersten Abschnitts zudem einen Konter.
Statistik
DEG - ERC Ingolstadt 3:2 (1:0, 0:2, 2:0)
DEG: Aubin (Niederberger) - Roach, Hedlund; Holland, Dinger; Bazany, Pokulok; Nowak - Reimer, Collins, Kreutzer; Kaufmann, Beechey, James; Courchaine, Murphy, Danner; Hinterstocker, McCutcheon, Hofland.
Schiedsrichter: Jablukov (Berlin).
Zuschauer: 3674.
Tore: 1:0 (13:10) Hedlund (Roach; 5-4), 1:1 (33:12) Degon (Schütz, Bouck), 1:2 (37:46) Forbes (Degon, St.Jacques), 2:2 (50:23) Holland (Dinger; 5-3), 3:2 (55:55) Courchaine (Danner).
Strafminuten: Düsseldorf 4, Ingolstadt 10.
Ohne zu glänzen waren die Metro Stars drückend überlegen, ihr Offensivdrang wurde unter anderem in Unterzahl deutlich: Während sich die Gäste in solchen Situationen im eigenen Drittel einigelten, standen die Gastgeber in diesen Szenen auch gerne mal mit allen vier Spielern vor dem gegnerischen Drittel. Doch sie nutzten zu wenige ihrer guten Chancen – und das rächte sich: Nachdem Evan Kaufmann, Tyler Beechey und Adam Courchaine im Mittelabschnitt erneut an Gordon gescheitert waren, lief die DEG in einen Konter – Marvin Degon nutzte das präzise Zuspiel von Felix Schütz und damit die erste echte Chance der Gäste in diesem Durchgang.
Und auch die zweite verwerteten sie eiskalt: Nachdem James eine Strafe abgesessen hatte, herrschte kurzzeitig Unordnung in den Reihen der Hausherren, Colin Forbes profitierte davon und brachte Ingolstadt im Fallen in Führung. Der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt. Doch daran hatte die DEG selbst einen großen Anteil, da sie dem ERC nicht vorzeitig die Grenzen mit einer besseren Chancenverwertung aufgezeigt hatte.
Und die wurde auch im Schlussabschnitt nicht wirklich besser. Bezeichnend, dass Jason Hollands Schuss bei 5:3-Überzahl erst den Umweg über Pfosten und Rücken von Gordon nehmen musste, um zum 2:2-Ausgleich im Netz zu landen. Das gab den nötigen Auftrieb, denn Courchaine blieb nun bei einem Konter eiskalt und knallte den Puck zum 3:2 in den kurzen Winkel. So wichtig der Sieg auch war – schön ist sicher anders. Aber auch so ein Spiel muss gewonnen werden. Das hat die DEG immerhin geschafft.
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