DEG: DEG steigert sich rechtzeitig
VON ANDRÉ SCHAHIDI - zuletzt aktualisiert: 31.08.2009 - 07:37(RP). In den letzten beiden Testspielen vor dem Saisonauftakt zeigte der Eishockey-Vizemeister über weite Strecken eine ordentliche Leistung. Stürmer Evan Kaufmann traf in beiden Spielen am Wochenende – insgesamt drei Mal.
Gerade rechtzeitig zeigt die Formkurve der Düsseldorfer EG am letzten Testspielwochenende vor dem Saisonstart in der Deutschen Eishockey Liga nach oben. Am Freitag gewann der Vizemeister bei den Frankfurt Lions mit 4:3 – bei der Generalprobe in Wolfsburg musste die Mannschaft von Trainer Harold Kreis trotz einer 3:1-Führung noch einen Rückstand hinnehmen, rettete sich jedoch in der letzten Minute in die Verlängerung – in der Collins per Solo den Siegtreffer erzielte. Bedenklich dürfte sein, dass die Mannschaft in beiden Spielen eine relativ sichere Führung herschenkte.
In Frankfurt wurde aus einem 4:1 noch ein 4:3, Wolfsburg bog die Partie sogar fast noch um. Die Luft reicht momentan offensichtlich noch nicht für eine komplette Spieldistanz.
Dennoch machte DEG-Manager Lance Nethery bei seinem Team einen deutlichen Formanstieg im Vergleich zu den bisherigen Testspielen aus. "Etwa 30 Minuten haben wir in Frankfurt richtig gut gespielt. Da haben wir gesehen, was wir wirklich können", sagte der Kanadier – 4:1 führte seine Truppe zu diesem Zeitpunkt, am Ende siegten die Düsseldorfer mit 4:3. "Danach wurde das Eis richtig schlecht. Die Halle in Frankfurt ist so schon zu warm. Wenn es dann draußen auch noch 30 Grad sind, lässt die Kraft nach."
Vor allem die plötzlich aufkeimende Torgefährlichkeit von Evan Kaufmann fällt auf: Mit den Nebenleuten Mark Murphy und Craig MacDonald blüht der Deutsch-Kanadier auf, erzielte mit dem 1:0 in Wolfsburg bereits sein drittes Tor am Wochenende. In Frankfurt netzte der Stürmer doppelt ein. "Endlich haben wir drei wirklich gleichstarke Reihen", frohlockte Lance Nethery.
In Wolfsburg zeigte sich jedoch die Abwehr der Metro Stars nicht immer beständig. "Wir sind teilweise nicht genug an den Mann gegangen", monierte Teamleiter Walter Köberle. Allerdings musste die Mannschaft im Mittelabschnitt ständig in Unterzahl spielen – fünf Strafzeiten verhängte der übereifrige Schiedsrichter Stephan Kadow gegen die Gäste.
Mit dem Treffer im ersten Abschnitt trafen die Grizzlys drei Mal in eigener Überzahl – die Rot-Gelben müssen noch an ihrem Penalty-Killing arbeiten. "Zwei Nachschüsse waren drin", sagt Köberle. "Da musst du in der Abwehr besser aufräumen." Immerhin traf ein "Aufräumer" zum Ausgleich: Kurz vor dem Ende in Wolfsburg erzielte Patrick Traverse das 4:4.
"Das war alles noch Sommer-Eishockey", sagt Manager Nethery. "Ich bin mir sicher, dass wir am Freitag ein komplett anderes Spiel mit mehr Intensität sehen."
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