DEG: DEG stolpert bei den Straubing Tigers
VON GIANNI COSTA - zuletzt aktualisiert: 22.09.2008 - 07:49In Regensburg trauern sie noch den Zeiten nach, als die Eisbären in der Donau-Arena in der Zweiten Eishockey-Liga spielten. Doch nach der Insolvenz im vergangenen Jahr ist der Klub bis hinunter in die Landesliga abgestürzt. Zum Glück gibt es die Straubing Tigers.
Weil deren Eishalle mit dem bezeichnenden Zusatz „Am Pulverturm“ in Flammen aufging, nutzen die Niederbayern zurzeit das Stadion der ungeliebten Nachbarn aus der Oberpfalz. Das war es dann aber auch mit dem Austausch an Freundlichkeiten. Ansonsten stichelt man gegeneinander, wo es nur geht.
Gestern war wieder so eine Möglichkeit. Da gastierten die DEG Metro Stars im Süden der Republik, und viele Regensburger gesellten sich in den Block der Auswärtsfans, um gegen den Erzrivalen aus dem 40 Kilometer entfernten Straubing mit vollem Einsatz Stimmung zu machen. Ohne Erfolg. Die Rheinländer verloren am sechsten Spieltag in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) mit 5:6 (1:1, 3:2, 1:2, 0:1) gegen die Tigers.
Es war erst deren zweiter Erfolg gegen den achtmaligen Meister. Im vergangenen Jahr gingen die Düsseldorfer mit 1:7 unter, und wenig später wurde Slavomir Lener entlassen. Die Düsseldorfer EG tat wirklich alles dafür, um auch bei der diesjährigen Auflage eine schlechte Figur zu machen.
Die Straubinger erwiesen sich als extrem unangenehmer Gegner, der die Defizite des Teams von Trainer Harold Kreis immer wieder zum Vorschein brachte. Zunächst gingen die Rot-Gelben durch Adam Courchaine in Führung - Peter Ratchuk und Rob Collins hatten den Treffer in Überzahl clever herausgespielt. Aber nur 13 Sekunden später schlugen die Tigers zurück.
Chris Harrington leistete sich einen Aussetzer und passte die Scheibe im eigenen Drittel auf Brian Maloney. Der hämmerte das Spielgerät ins Netz von DEG-Goalie Jamie Storr. Auf der anderen Seite waren die Gäste viel zu umständlich im Aufbau, immer wieder ging der Puck durch unkonzentrierte Pässe verloren. Im Mittelabschnitt wurde die Vorstellung der Metro Stars nicht besser.
Immer wieder wurde es Eric Chouinard und Co. allzu einfach gemacht, sich in Szene zu setzen. Choinard war es dann auch, der erst an der Latte scheiterte, später zum zwischenzeitlichen 3:2 für die Tigers traf. Und die DEG stand sich weiter selbst im Weg. Harold Kreis muss mit Schrecken registriert haben, wie fahrlässig sich seine Akteure anstellten.
21 Sekunden vor dem Ende markierte William Trew den Ausgleich, in der Verlängerung versetzte Calvin Elfring der DEG den endgültigen K.o. „Daraus werden wir lernen“, sagte Kreis. „So eine Niederlage wird uns nicht noch einmal passieren.“
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